OB Feldmann, Stadtrat Schneider und Stadtverordnetenvorsteher Siegler heben Bedeutung des Ehrenamts hervor

Langjährige Wahlhelfer gewürdigt

Peter Feldmann (Mitte links), Jan Schneider und Stephan Siegler mit langjährigen Wahlhelfern im Stadthaus am Markt. Foto: Stadt Frankfurt/p

Innenstadt (red) – Ehrenamtliche Helfer sind für Wahlen unverzichtbar. Viele Frankfurter leisten schon seit vielen Jahren Dienst in den Wahlvorständen. Rund 70 von ihnen sind jetzt im Stadthaus am Markt für ihr Engagement geehrt worden.

„Ohne ehrenamtliche Hilfe könnten Wahlen nicht durchgeführt werden – in Frankfurt werden in den 373 Wahllokalen und in den 117 Briefwahlbezirken mehr als 4000 Personen für die Besetzung der Wahlvorstände benötigt“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Zahlreiche Bürger haben schon viele Sonntage in den Dienst der Demokratie gestellt. Für diesen nicht selbstverständlichen Einsatz möchte ich mich bedanken. “.

Jan Schneider, der für das Wahlamt zuständige Stadtrat, hob die Bedeutung der ehrenamtlichen Helferinnen und Demokratie hervor. „Es ist ein wesentliches Merkmal unserer Wahlen, dass sie nicht ausschließlich von Behördenbediensteten, sondern unter Mitwirkung der Bürger durchgeführt werden. Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir uns auf die Erfahrung langjähriger Mitglieder der Wahlvorstände verlassen können.“

Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler dankte den langjährigen Wahlhelfern für ihre verlässliche Arbeit und lobte ihre hohe Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und etwas für die Gemeinschaft zu tun, ohne dabei nur den eigenen Vorteil im Blick zu haben: „Die Demokratie lebt vom Mitmachen, von der aktiven Teilnahme der Bürger an den politischen Prozessen. Politische Wahlen sind die Grundlage unserer Demokratie, deshalb hat Ihr Einsatz eine besondere Bedeutung.“

Für ihr Engagement erhielten die Helfer eine Anstecknadel und eine Urkunde. Bereits im Mai wurden rund 150 Frankfurter ausgezeichnet. Die Geehrten kommen aus allen Stadtteilen und Altersgruppen.

Gabrielle Purper aus dem Nordend ist schon seit 40 Jahren bei fast jeder Wahl im Einsatz. „Man muss sich einfach engagieren“, sagt sie. „Wählen zu dürfen ist eines der wichtigsten Bürgerrechte.“ Annette Hilger aus Niederrad betrachtet die Auszeichnung als Belohnung für ihr Lebenswerk. „Ich habe mich schon als Mädchen gefragt, was ich tun kann, damit die Demokratie gestärkt wird und wir nicht wieder ein autoritäres Regime bekommen.“ Sie entschied sich, Wahlhelferin zu werden. „Da habe ich gemerkt, welch große Verantwortung es ist, eine freie und geheime Wahl zu organisieren.“ Seit mehr als 35 Jahren trägt sie diese Verantwortung bereits mit. Hans-Christoph Weibler aus Unterliederbach war 1982 zum ersten Mal Mitglied eines Wahlvorstands. Seitdem ist er regelmäßig an den Wahlsonntagen aktiv. „In einer Demokratie hat man nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten“, betont er. „Ohne Ehrenamtliche könnten Wahlen gar nicht organisiert werden.“ Er werde seine Pflicht auch bei der nächsten Wahl erfüllen, hoffe aber auch, dass sich Jüngere für das Ehrenamt begeistern.

„Uns ist es wichtig, dass die ehrenamtlichen Helfer möglichst gut bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden“, sagte Stadtrat Schneider. Vor der Europawahl im Mai habe es deshalb zusätzliche Infoveranstaltungen gegeben. Außerdem wurden Videoclips produziert, in denen die Ergebnisermittlung anschaulich erklärt wird und die die Mitglieder der Wahlvorstände auch zu Hause ansehen konnten. Schneider betonte, dass die Stadt Frankfurt das ehrenamtliche Engagement besonders würdige und den Mitgliedern der Wahlvorstände eine Aufwandsentschädigung gewähre, die über den vom Bund empfohlenen Sätzen liegt.

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