Kein Platz für Hass und Antisemitismus

BDS-Bewegung soll bekämpft werden

+
Bürgermeister Uwe Becker, Haim Bibas, Vorsitzender des Verbandes der lokalen Behörden in Israel, und Bürgermeister von Modiin-Macabim-Reut, Gabriel Groisman, sprechen sich gegen Hass aus.

Frankfurt (red) – Vor Hunderten israelischen, amerikanischen und europäischen Bürgermeistern in Tel Aviv kündigten Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker, Gabriel Groisman, Bürgermeister von Bal Harbour, Florida, USA, und Haim Bibas, Bürgermeister von Modiin-Maccabim-Reut, Israel, die Gründung einer Global Mayors Coalition Against Hate, Antisemitism and BDS an.

Angesichts des alarmierenden Anstiegs von Hass und Antisemitismus weltweit erklären sie, dass sie alle Formen von Hass und Antisemitismus entschieden verurteilen und konsequent gegen die antisemitische BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) vorgehen wollen. „Die zentrale Botschaft ist, dass wir unmissverständlich alle Formen von Hass und Antisemitismus, die unser gesellschaftliches Miteinander vergiften, verurteilen. Gerade die Stadt Frankfurt besitzt eine große jüdische Tradition. Sie verdankt in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels dem Wirken großer jüdischer Familien. Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen“, betont Becker. .

Muni World ist ein jährlich stattfindender Kommunalkongress, der sich auf die wichtigen Herausforderungen für Städte konzentriert. Jedes Jahr kommen Städtevertreter aus der ganzen Welt zusammen und tauschen sich zu aktuellen kommunalen Themen aus. Becker hielt sich mit einer Delegation des Hessischen Städtetags auf der Kommunalkonferenz auf. Die Koalition vereinbarte nach einer intensiven Diskussion unter der Leitung der Bürgermeister Bibas, Becker und Groisman sowie von Bürgermeistern aus Argentinien, Spanien, Israel und den Vereinigten Staaten, einen einheitlichen und starken Ansatz, um Hass, Diskriminierung, Antisemitismus und antisemitischen Bewegungen wie dem BDS ein Ende zu setzen: Wichtig sei, dass diese Initiative eine Initiative von Bürgermeistern für Bürgermeister ist. Sie planen, ein jährliches Treffen einzuberufen, um einen ständigen und offenen Dialog zwischen Bürgermeistern auf der ganzen Welt zu ermöglichen. Darüber hinaus verpflichteten sie sich, konkrete Schritte zu unternehmen, um das Bewusstsein zu schärfen, dem Anwachsen des Hasses und des Fanatismus auf kommunaler Ebene entgegenzutreten und andere Bürgermeister zum Beitritt zur Koalition zu ermutigen.

In der Erklärung verpflichten sich die Bürgermeister aus Israel und der ganzen Welt aus verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen, Männern und Frauen, eine internationale Koalition von Bürgermeistern zur Bekämpfung von Hass, Antisemitismus und der BDS-Bewegung zu gründen. Sie wollen Verantwortung übernehmen und gegen Diskriminierung, Voreingenommenheit sowie Hass gegen jeden aufgrund der Religion, der sexuellen Orientierung und der ethnischen oder nationalen Herkunft vorgehen.

„Wir haben eine gemeinsame Herausforderung, die wir lösen müssen. Es gilt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und jeglichen Versuch von Ausgrenzung zu unterbinden. Leider sehen wir jedoch auch in unserem Land, dass rund 74 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz der Antisemitismus zunimmt und zunehmend das gesellschaftliche Klima vergiftet. Aus diesem Grund fordern wir gemeinsam alle Regierungsebenen auf, Maßnahmen zu ergreifen, die dem weltweiten Anstieg von Hass und Antisemitismus entgegenwirken“, erklärt Becker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare