Gastgeber bereitet sich vor

Jewrovision: 18 deutsche Jugendvereine angemeldet

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Die Kinder und Jugendlichen von „Amichai“ proben für die Jewrovision.

Westend (jf) – Es ist ziemlich laut im Keller des Jüdischen Gemeindezentrums. Kein Wunder: Die Jugendlichen von „Amichai“ proben für ihren Auftritt bei der Jewrovision, die am Samstag, 2. Februar, in der Frankfurter Festhalle stattfindet.

Und sie legen sich dabei mächtig ins Zeug. Zvi Bebera, Leiter des Jugendzentrums, kennt die Geschichte des Gesangs- und Tanzwettbewerbs jüdischer Jugendlicher: „Seit 2002 gibt es den Contest, seit 2013 veranstaltet der Zentralrat der Juden in Deutschland diesen größten Musikwettbewerb für junge Juden. Unser Zentrum ‚Amichai’ hat 2018 in Dresden gewonnen, nun ist Frankfurt Gastgeber. Wir haben sogar zweimal gesiegt, in der Kategorie ‚Act’ und in der Kategorie ‚Video’!“ Während am ersten Wettbewerb 2002 etwa 100 Kinder und Jugendliche teilnahmen, werden in diesem Jahr weit mehr als 1000 Teilnehmer – Akteure und Gäste – erwartet. Das Thema „Chai“ – das hebräische Wort für Leben – steht im Mittelpunkt der Begegnungen. „Es geht auch um Leben in Deutschland unter dem Subtitel ‚Wir sind angekommen’“, erklärt Bebera. „Das Jugendzentrum will den Mädchen und Jungen helfen, die eigene Identität selbstbewusst zu leben“, fügt Bebera hinzu.

Von „Amichai“ werden rund 50 junge Leute im Alter zwischen zehn und 19 Jahren performen. Sie proben seit Oktober mit ihren Betreuern. Einer von ihnen ist Ilan, seit drei Jahren kommt er regelmäßig ins Jugendzentrum. „Es hat für mich etwas Heimisches. Und es hat sich etwas geändert – wir sind mehr geworden. Als Betreuer will ich etwas zurückgeben“, erklärt der junge Mann, der die Gruppe Chana Senesh – nach einer ungarischen Widerstandskämpferin benannt – leitet. Es ist die älteste von insgesamt sechs Gruppen bei „Amichai“. Die zwölfjährige Eliora gehört zu den rund 50 Kindern und Jugendlichen, die gerade proben. „Es macht Spaß, man kann beim Tanzen seine Gefühle ausdrücken“, sagt sie.

Allerdings seien die Schritte manchmal schon schwierig. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit zum Üben. Der Titel ihres Auftritts heißt „Some nights“. Es klappt schon gut, immer wieder werden die Tanzschritte geprobt, korrigiert, wiederholt – und gelobt. Es bleibt spannend bis zur Vorstellung am 2. Februar. Der Titelverteidiger will sich natürlich in der eigenen Stadt in Bestform präsentieren.

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