UAS baut Akademie auf

Institut für Gleichberechtigung gegründet

Das Direktorium des Instituts Mixed Leadership besteht aus (von links) den Professorinnen Regine Graml, Yvonne Ziegler, Andrea Ruppert und Martina Voigt.
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Das Direktorium des Instituts Mixed Leadership besteht aus (von links) den Professorinnen Regine Graml, Yvonne Ziegler, Andrea Ruppert und Martina Voigt.

Nordend (red) – Mehr Frauen in Leitungspositionen bringen, Gleichberechtigung fördern, Vielfalt als Stärke vermitteln und den Wandel der Unternehmenskultur unterstützen: Das sind die Ziele des Instituts für Mixed Leadership (IML), das die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) im Juni gegründet hat.

Das Institut, das sich sowohl die Forschung und Lehre im Bereich Mixed Leadership als auch die anwendungsorientierte Qualifizierung und Beratung zur Aufgabe gemacht hat, wird in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main die Akademie Mixed Leadership aufbauen und betreiben. Die Frankfurt UAS baut damit den Bereich Weiterbildung an der Hochschule weiter aus. Alleinstellungsmerkmal der Akademie ist das Thema Diversität. „Diversität und Chancengleichheit sind essenzielle Themen an unserer Hochschule, im täglichen Miteinander ebenso wie in der wissenschaftlichen Arbeit“, sagt Professor Frank Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS.

„Mit der Institutsgründung bündelt die Frankfurt University of Applied Sciences ihre bereits breit aufgestellte Forschung zu den Themen innovative Führung und Wandel der Führungskultur sowie Diversity und Empowerment insbesondere von Frauen für Führung und baut sie gemäß den Bedürfnissen der Praxis aus. Wir können heutzutage keine Zukunft mehr denken, die nicht bunt und divers ist – dafür braucht es Lösungen, die Akademie wird sie erarbeiten und zur Verfügung stellen.“

Leiterin des Instituts ist die Juristin Professor Andrea Ruppert. Weitere Direktoriumsmitglieder sind Professor Regine Graml, Professor Yvonne Ziegler und Professor Martina Voigt. Alle vier Wissenschaftlerinnen forschen und lehren seit vielen Jahren am Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt UAS zu Genderthemen im Kontext von Management und Leadership; dabei geht es beispielsweise um den Umgang mit Macht, Rollenstereotype, karriereorientiertes Netzwerken, Diversität im Management, Vereinbarkeit von Karriere und Familie, Reflexion von Rollenmodellen sowie Genderkompetenz. „Inhaltlich sind wir beim Thema Mixed Leadership seit Längerem gut aufgestellt, jetzt haben wir den

formalen Rahmen geschaffen, um unsere Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren und unsere Expertise in Form von Qualifizierungsangeboten weiterzugeben“, erläutert Professsor Andrea Ruppert. „Die bisherigen Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungsetagen greifen zu langsam, eine Kulturveränderung findet kaum statt. Hier setzt die Akademie an. Unser Fokus liegt dabei nicht allein auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen, sondern es geht darum, Diversität in der Führung als Erfolgsfaktor herauszuarbeiten, eine gendersensible, innovative Führungskultur zu gestalten und Männer und Frauen für die Arbeit in gemischten Teams zu qualifizieren.“

Die Akademie nimmt im Herbst ihre Arbeit auf und bietet Weiterbildungsmodule mit ETCS-Zertifizierung sowie Seminare und Workshops für Führungskräfte an. Perspektivisch sollen die einzelnen Module zu einem MBA-Abschluss kombinierbar sein.

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