Ukrainische Konsularin Alla Polyova spricht über Klimapolitik

Hessisches Konsularcorps zu Gast in Frankfurt

Alla Polyova und Oberbürgermeister Peter Feldmann haben beim Empfang des Hessischen Konsularcorps die Reden gehalten.

Frankfurt (nma) – Es ist eine besondere Atmosphäre, die das Tower Café in Bonames versprüht. Mitten im Grünen gelegen, bietet es die perfekte Kulisse für sommerliche Anlässe. Die Stadt Frankfurt lud in der vergangenen Woche das Hessische Konsularcorps hierhin ein.

So sollten vor allem die neuen Konsuln gleich eine Verbindung zu ihrem neuen Arbeitsplatz herstellen können. Es spielt bereits das Frankfurt Jazz Trio unter Leitung von Thomas Cremer, als die ersten Gäste sich dem Tower Café am Alten Flugplatz in Bonames nähern.

Die Sonne geht unter, die Gäste erfrischen sich mit kühlen Getränken und unterhalten sich. Dabei sind alle möglichen Sprachen in der Menge zu vernehmen. Konsuln verschiedenster Länder werden an diesem Abend erwartet. Und das sind einige. Denn das Hessische Konsularcorps ist das zweitgrößte der Bundesrepublik. Mehr als 100 haupt- und nebenberufliche Vertreter eines Landes. Im Unterschied zu Botschaften sind Konsulare nicht die diplomatischen Vertreter ihres Landes. Sie kümmern sich vor allem um Rechtswesen, die Außenwirtschaftsförderung und kulturelle Zusammenarbeit.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ergreift schließlich das Wort: „Für mich ist es eine Freude, dass wir uns heute Abend hier treffen können“, sagt er. Bonames sei immerhin sein alter Stadtteil. „Täglich gab es hier 90 Start- und Landungen amerikanischer Maschinen“, fährt Feldmann fort und weist auf die lange Landebahn hinter sich, die seit dem Weggang der US-Armee vor allem dem Frankfurter Freizeitvergnügen dient.

„Heute bringen uns unsere Kinder hierher, wie ich damals meine Eltern. Allerdings nicht mehr, um Flugzeuge und Fallschirmspringer zu beobachten, sondern die Pflanzen- und Tierwelt.“ Das Tower Café umgebe ein wahres Naturparadies. Feldmann erklärt weiter: „Wenn Sie mich fragen, warum die Deutschen ausgerechnet in Frankfurt die Demokratie erfunden haben, liegt das vor allem an den Menschen. Vielfalt ist Teil der Frankfurter Stadtidentität.“ 200 Sprachen und 180 Nationen seien in der Mainmetropole heimisch.

Eine der Nationen soll an diesem Abend stellvertretend zu Wort kommen. Und das in Person der neuen ukrainischen Konsularin Alla Polyova. Die ukrainische Staatskonsulin greift ebenfalls die wunderbare Natur um das Tower Café auf. „Dass die Natur sich einen Landstrich zurückholt, erinnert mich an Tschernobyl“, sagt sie nachdenklich. Dort gedeihe die Tierpopulation prächtig nach der Katastrophe. Trotz der Strahlung. „In mehr als 100 Staaten demonstrieren Jugendliche freitags gegen die Klimapolitik“, fährt sie fort. „Unsere Kinder demonstrieren gegen uns.“ Polyova appelliert an die Anwesenden, diese Sorgen der Jugend ernst zu nehmen. Dann geht es über in den weniger offiziellen Teil des Abends. Die meisten Anwesenden zieht es erst einmal in Richtung des Buffets. Auch hier präsentiert sich Frankfurt von seiner besten Seite. Deshalb gibt es natürlich Grie Soß’, Hähnchen in Apfelweinsoße und sogar Handkäs mit Musik. Dieser ist mundgerecht in kleine Gläschen gepackt. Dadurch sollte wohl jedem der neuen Konsulare der neue Arbeitsplatz schmackhaft gemacht worden sein.

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