Umweltamt fördert Begrünung von Hausfassaden

Grün hält Sprayer fern

Fassadenbegrünungen wie hier sollen Sprayer fernhalten und sind gleichzeitig gut für das Klima. Foto: Thomas Sauerbier/ Stadt Frankfurt/p

Frankfurt (red) – Nackte Hausfassaden oder Mauern üben eine magische Anziehungskraft auf Sprayer aus. Graffiti-Künstler nutzen solche Fassaden gerne als Leinwand, an der sie sich austoben können.

Wer kein Fan solch urbaner Kunst ist, kann sie mit einfachen Mitteln verhindern: Begrünte Fassaden halten jeden Sprayer fern. Außerdem haben sie noch weitere Vorzüge wie ein angenehmes Kleinklima, Wetter- und Lärmschutz.

Dabei ist es gleichgültig, ob man selbstkletternde Pflanzen wie wilden Wein oder Efeu bevorzugt oder Pflanzen wie Blauregen, Pfeifenwinde und Clematis, die eine extra Rankhilfe benötigen. Zu beachten ist nur: Die Art der Pflanze muss auf die Wand abgestimmt sein. Garten- und Landschaftsfachfirmen beraten hinsichtlich Standort, Pflegeaufwand und persönlichen Wünschen.

Die einfachste Art einer Fassadenbegrünung mit Rankhilfe ist ein vor die Fassade installierter Gitterzaun. Vor diesem muss der Boden für die Pflanze entsiegelt werden. Am besten sollte dieses Pflanzloch 50 mal 50 Zentimeter betragen und ebenso tief reichen, damit die Pflanze genügend Nährstoffe findet. Die passende Erde und eine Bewässerung insbesondere nach der Pflanzung sichern das erfolgreiche Anwachsen.

Dann sind nur noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten. So sollten die Triebe händisch eingewebt oder abgeschnitten werden. Auch sollte die Pflanzung nicht direkt an Regenrinnen, Fenstern oder anderen vorstehenden Gebäudeteilen erfolgen, da sie diese nicht umschließen soll. Wer diese Vorsorgemaßnahmen beachtet, der kann beobachten, wie aus einer kahlen Hauswand eine hübsch begrünte Fassade wird – die obendrein einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leistet.

Auch die Finanzierung einer begrünten Hausfassade ist keine große Sache. Dafür sorgt die Stadt Frankfurt am Main: Die Kommune bezuschusst unter bestimmten Bedingungen die Hälfte der entstehenden Anschaffungs- und Pflanzkosten mit dem Förderprogramm „Frankfurt frischt auf“. Außerdem wird eine kostenlose Beratung zu Installation, Pflanzenauswahl und Pflege angeboten.

Weitere Informationen finden sich unter www.frankfurt.de/klimabonus im Internet.

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