Ehrung für Schriftsteller

Goetheplakette für Bodo Kirchhoff

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OB Peter Feldmann überreicht Bodo Kirchhoff die Goethe-Plakette.

Innenstadt (red) – Der Autor Bodo Kirchhoff ist am Montag, 6. Mai, im Kaisersaal mit der Goetheplakette ausgezeichnet worden.

Kirchhoff, der seit 1970 in Frankfurt am Main lebt, bekam die Auszeichnung, weil er die Stadt immer wieder in unnachahmlicher Weise in seinen Büchern zum Gegenstand macht, weil er hier seine Inspiration zieht für sein schriftstellerisches Werk. „Sie schreiben auf, was sie aus eigener Anschauung kennen, was Sie wissen und erfahren haben. Das ist selten, weil es große Anstrengung braucht, so zu schreiben: ehrlich, zugewandt, schonungslos. Diese Schonungslosigkeit bringt große Literatur hervor. Dafür müssen wir Ihnen alle danken“, würdigte Oberbürgermeister Peter Feldmann den Geehrten.

Die Goetheplakette wird an Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens verliehen, die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind. Die Literaturkritikerin Rose-Maria Gropp sagte in ihrer Laudatio: „Kirchhoff erschafft kunstvoll seine eigene Sprache, er geht damit an die Grenzen der Sprache - und wird damit zu einem Klassiker unserer Zeitgenossenschaft.“

Bodo Kirchhoff bedankte sich mit einer Charakterstudie Frankfurts, von den 70er-Jahren bis in die Gegenwart. „Für mich sind in Frankfurt seither viele Vorhänge aufgegangen. In einer Stadt als Theater der Höhen und Tiefen des Lebens“, sagte der Schriftsteller.

Bodo Kirchhoff, geboren 1948, lebt in Frankfurt und am Gardasee. Nach seinen von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeierten Romanen „Die Liebe in groben Zügen“ und „Verlangen und Melancholie“ wurde Kirchhoff für seine Novelle „Widerfahrnis“, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und erhielt in China den Preis für das beste ausländische Buch des Jahres 2017. Das Werk Kirchhoffs erscheint in der Frankfurter Verlagsanstalt.

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