Jubiläumskonzert und Stadtgang geplant

Das Goethe-Gymnasium feiert sein 500-jähriges Bestehen

Das Goethe-Gymnasium im Frankfurter Westend wird 500 Jahre alt. Das wird in diesem Jahr groß gefeiert. Foto: p

Westend (red) – Claus Wirth, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, und mit ihm die gesamte Schulgemeinde, erwartet ein ereignisreiches Jahr 2020 für das Goethe-Gymnasium: Denn seine Gründung jährt sich in diesem September zum 500. Mal.

Sie geht auf die erste Lateinschule Frankfurts im Jahr 1520 zurück – eigens von den Stadträten zur Erziehung ihrer Bürgersöhne eingerichtet.

Durch die Teilung der städtischen Schule 1897 entstanden zwei zentrale gymnasiale Bildungseinrichtungen Frankfurts: Das Lessing-Gymnasium setzte die humanistische Tradition fort, während am Goethe-Gymnasium unter Direktor Karl Reinhardt das Reformmodell einer neusprachlichen Reformschule nach eigenem Frankfurter Lehrplan umgesetzt wurde. Eine Revolution im ausgehenden 19. Jahrhundert und zukunftsweisend bis heute. Denn das Streben nach Innovation bei gleichzeitigem Gegenwartsbezug stellt noch immer ein zentrales Merkmal des Schullebens am Goethe-Gymnasium dar: Der Schwerpunkt Englisch/bilingual, der seit 1969 angeboten wird, zieht viele Lernenden aus allen Teilen der Stadt an und bietet ihnen die Möglichkeit, sich für den internationalen Austausch zu qualifizieren.

Als Schule mit Schwerpunkt Musik fördert das Goethe-Gymnasium aber auch die musische Bildung seiner Schüler. Jene ganzheitliche Bildung war bereits im Sinne Karl Reinhardts – sie bleibt bis heute allererstes Ziel schulischer Arbeit, die von kultureller Vielfalt umrahmt wird. Von den mehr als 1000 Schülern, die derzeit das Goethe-Gymnasium besuchen, haben viele familiäre Bezüge in fast alle Länder der Erde. Diese Diversität bedarf zugleich der Kontinuität, um alltäglich zu gelingen: Dafür sorgen die jährlich wiederkehrenden Schulfeste und Konzerte, vor allem aber die regelmäßigen Besuche im Oberreifenberger Schullandheim, über welches das Goethe-Gymnasium als einzige Schule Frankfurts seit 1921 verfügt.

„500 Jahre kontinuierliche Bildungstradition müssen gebührend gefeiert werden.“, findet Claus Wirth. Und so sind neben dem Jubiläumskonzert am Montag, 15. Juni, für das Festjahr auch zwei gemeinsame feierliche Veranstaltungen mit dem Lessing-Gymnasium geplant. Ein großer Stadtgang am Freitag, 28. August, der zu den früheren Standorten der Schule führen wird, und ein offizieller Festakt am Montag, 14. September, im Kaisersaal des Römers, unweit von dem Ort, an dem einst alles begann. Denn an genau diesem Tag wurde vor 500 Jahren die Bestallungsurkunde des ersten Rektors, Wilhelm Nesen, einem Schüler des Erasmus von Rotterdam und Anhänger Martin Luthers, vom Rat der Stadt bestätigt.

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