Musikerfamilie hat am Sonntag die Festhalle zum Beben gebracht

Gesang, Tanz und ganz viel Gefühl: Kelly Family lässt Fans schwelgen

Die Kelly Family hat am Sonntag in der Festhalle ein Konzert gegeben: Jimmy (von links), Patricia, Angelo, Kathy, John, Paul und Joey spielten dabei Lieder aus „25 Years Over the Hump“ und verzauberten damit ihre Fans. Foto: Carsten Klick/p

Westend (jdr) – In den Neunzigern löste die Musikerfamilie Massenhysterie unter den Fans aus: 2017 kam ein Großteil der Familie mit einem Comeback zurück auf die Bühne und in die Plattenläden.

Jetzt – 25 Jahre nach ihrem Durchbruch mit dem Album „Over the Hump“ – ist die Kelly Family am Sonntag in der Frankfurter Festhalle aufgetreten. Und geändert hat sich nichts: Die Fans von früher stürmen noch heute die Hallen. Und die Kellys bezaubern sie heute genauso wie damals.

Los ging’s am Sonntag mit „Why why why“: Joey startete die Show mit einem fetzigen Auftritt, der sich sehen lassen konnte – natürlich mit dem passenden Outfit und langer Mähne – wie es sich für einen echten Rocker gehört. Danach kamen „Father’s Nose“ und „First Time“. Wie Patricia ankündigte, folgten im ersten Teil der Show in Album-Abfolge die 14 Lieder des Albums „Over the Hump“, das vor 25 Jahren erschienen ist. Da durfte natürlich auch „Roses of Red“ – damals von Maite gesungen und jetzt von Johnny im roten Blütenregen interpretiert, und der auf ewig währende Klassiker „An Angel“ nicht fehlen, der die Fans zum Mitsingen animierte und in Erinnerungen an früher schwelgen ließ. Bei „The Wolf“ zeigte Joey noch einmal seine Hardcore-Seite, während Flammen von der Bühne aus in die Höhe schossen. Von wegen Kleine-Mädchen-Band!

Im zweiten Teil der Show, stellten die Kelly-Geschwister ihre neuen Lieder wie „Over the Hump“ oder „We had a Dream“ vor, spickten das Konzert aber auch noch mal mit altbekannten Songs wie „Nanana“ und „Fell in Love with an Alien“. Kathy, Joey, Paul, Johnny, Angelo, Jimmy und Patricia berührten ihre Fans – wie immer – und bewiesen wieder einmal, dass sie es auch nach ihrer sehr langen Pause noch immer gemeinsam drauf haben, ihr Publikum aus dem Alltag zu entführen: Für ein paar Stunden konnten die Konzertbesucher abschalten, nur der geliebten Musik mit ihrem ganz eigenen Stil lauschen – einen Moment lang einfach nur glücklich sein. Das äußerte sich auch darin, dass sich die Fans gegenseitig an die Hände nahmen oder wie bei „Good Neighbor“ beieinander einhakten. Auch ein Meer aus Taschenlampen in der dunklen Halle machte die Stimmung perfekt, als Jimmy etwa seinem Vater ein Lied als „Gebet“ widmete und aller Menschen gedachte, die in den vergangenen 25 Jahren gegangen sind: „Sie sind alle weitergegangen, nur auf einer anderen Ebene als wir“, machte der Sänger und Frontmann mit der unverkennbaren Stimme dem Publikum Mut.

Angelo überzeugte die Fans zwischendurch mit einem starken Solo am Schlagzeug, während Paul im Kilt, der in den Neunzigern nicht mehr mit seinen Brüdern und Schwestern auf der Bühne stand und seit dem Comeback wieder dabei ist, wie ein junges Reh über die Bühne hüpfte. Kathy brachte mit ihrer grandiosen Stimme auch spanische Einflüsse zum Konzert mit. Ausgelassen und glücklich, wieder vor so vielen Menschen in der ausverkauften Festhalle spielen zu dürfen, war die Kelly Family am Sonntag in Frankfurt: Das merkten die Menschen im Publikum an der Performance – und das spiegelte sich im ganzen Raum wieder. Ringsherum entspannte und glückliche Gesichter, wohin das Auge reichte.

„Ich fühle mich in meine Kindheit versetzt“, sagte die 34-jährige Dani aus Frankfurt mit strahlenden Augen. Als Kind war sie auf fünf Konzerten der Kelly-Familie. „Immer auf den Schultern meines Vaters.“ An dem Gefühl, das Kelly-Fans verbindet, hat sich bis heute nichts geändert: Zum Abschluss sang Angelo inmitten des Publikums mit seiner Gitarre den Hit „I can’t help myself“, als letztes Lied spielten alle zusammen „We are the World“ – und das gesamte Publikum unterstützte dabei. Danach nahmen sich die Geschwister noch viel Zeit zum Hände schütteln und für Kontakt mit den Fans. Wenn die Iren auftreten, geht es eben nicht nur um Gesang, Instrumente und Tanz, sondern auch um ganz viel Gefühl!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare