Annegret Kramp-Karrenbauer feiert 100-jähriges Bestehen des Volkshochschul-Verbandes

Geburtstag der VHS: Ein Jahrhundert Wissen für alle

Zum Festakt kam OB Feldmann (von links), Andreas Voßkuhle, Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Volkshochschulverbands und Ernst Dieter Rossmann,Vorsitzender des Volkshochschulverbands. Foto: p

Frankfurt (red) – 1919 gilt als das Geburtsjahr der Volkshochschule (VHS) moderner Prägung. Sie besteht nun also seit 100 Jahren. Dieses Jubiläum wurde nun mit einem Festakt in der Paulskirche gefeiert.

Der Deutsche Volkshochschulverband wählte das Frankfurter Wahrzeichen, die „Wiege der deutschen Demokratie“, für die zentrale Veranstaltung mit 600 geladenen Gästen aus Politik, Bildung und Gesellschaft. Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßte sie im Namen der Stadt, Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbands, hielt ebenfalls eine Rede. Festredner war Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts. „Damals wie heute offerierten und offerieren die Volkshochschulen ein breit gefächertes Bildungsangebot. Und bleiben ihren Grundprinzipien treu: Die Kurse sind für jeden zugänglich, erschwinglich, der Aufklärung verpflichtet“, sagte Feldmann in seiner Ansprache.

„Schon vor 100 Jahren waren viele Kommunen davon überzeugt, dass ihre Bürger die neugewonnenen demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten nur dann wirklich nutzen können, wenn sie über Zugang zur Bildung verfügen. Der Gedanke von Volksbildung für alle hat damals den Zeitgeist getroffen und ist noch sehr wichtig.“

Seit 100 Jahren fungieren die Volkshochschulen als Orte der demokratischen Bildung, sie sind Treffpunkte für Menschen aus vielen Ländern und unterschiedlicher sozialer Herkunft. Sie bieten Räume, um miteinander und voneinander zu lernen. Die Regierenden der Weimarer Republik hatten sich zum Ziel gesetzt, demokratisches Bewusstsein zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, Erwachsenenbildung und Volkshochschulen sollten angegangen werden. Verankert wurde dieses Ziel in Artikel 148 der Weimarer Verfassung. Dies löste eine deutschlandweite Gründungswelle aus – überall eröffneten Volkshochschulen.

Das Themenspektrum ist so vielfältig wie die Menschen, die sie besuchen. „An der Volkshochschule Frankfurt kann man Italienisch und Japanisch lernen – natürlich auch Deutsch. Man kann über Politik und Philosophie diskutieren und seinen Schulabschluss nachholen – damit wird die VHS dem Anspruch der Allgemeinbildung gerecht“, sagte Feldmann. Die Frankfurter VHS leiste mit ihren 6000 Kursen einen zentralen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare