40 Institutionen und Organisationen kümmern sich um Suizidprävention

Fünf Jahre Netzwerk FRANS

Fünf Jahre Netzwerk für Suizidprävention: Gesundheitsdezernent Stefan Majer (von links), Inga Beig, Christiane Schlang und Thomas Götz schneiden die Torte an. Foto: p

Frankfurt (red) –  Im Juni 2014 kamen auf Initiative des Gesundheitsamtes rund 40 Institutionen und Organisationen zusammen und gründeten das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS). Somit feiert FRANS in diesem Jahr seinen fünften Geburtstag.

Zu diesem Anlass hat sich das Netzwerk am vergangenen Mittwoch versammelt und auf ereignisreiche fünf Jahre und eine beträchtliche Entwicklung zurückgeblickt. Gesundheitsdezernent Stefan Majer überreichte eine Geburtstagstorte und gratulierte: „Ich freue mich, dass es in Frankfurt gelungen ist, die Akteure, die im Bereich Suizidprävention arbeiten, zu vernetzen. Das Netzwerk ist bundesweit einzigartig. Ich möchte den heutigen Geburtstag nutzen, allen zu danken, die auf unterschiedlichste Weise zum Gelingen beigetragen haben. “.

In den vergangenen fünf Jahren stieg die Anzahl der dem Netzwerk zugehörigen Institutionen und Organisationen auf mehr als 80 an. FRANS entwickelte stetig neue Präventions-Angebote und Formate, beispielsweise für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit oder die Schulung von Professionellen und Gate-Keepern. Es wurden zahlreiche Informationsmaterialien herausgegeben, die Webseite http://www.frans-hilft.de lanciert, eine Suizidstatistik für Frankfurt eingeführt und vieles mehr.

Jährlich finden rund um den Welttag der Suizidprävention Veranstaltungen zu der Kampagne „Zehntausend Gründe. Suizid verhindern“ statt. Außerdem konnte das Netzwerk mit Walter Kohl einen engagierten Schirmherrn gewinnen, der regelmäßig in gemeinsamen Veranstaltungen präsent ist, sowie die Gründung des seit 2018 bestehenden Fördervereins Freunde von FRANS initiierte.

Für seine Arbeit wurde das Netzwerk 2017 mit dem Hessischen Gesundheitspreis des Ministeriums für Soziales und Integration ausgezeichnet. Bei dem Preis werden herausragende Projekte ausgewählt, welche die Gesundheit der hessischen Bevölkerung fördern und unterstützen.

Ebenfalls seit 2017 ist das Gesundheitsamt mit FRANS Kooperationspartner im vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten „Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenzbasierter Maßnahmen“ (FraPPE). In der Laufzeit von 2017 bis 2020 werden unter Federführung der Uniklinik vielfältige Evaluationsvorhaben umgesetzt.

Inga Beig, die als Psychologin im Gesundheitsamt die Arbeit von FRANS koordiniert, ist zufrieden und zuversichtlich: „Wir haben den Eindruck, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen, das Thema langsam aus der Tabuzone herauszuholen und dafür zu sorgen, dass darüber gesprochen wird.“

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