Geister aus Feuer und Wind

Jüdische Gemeinde präsentiert Videoprojektion zur Luminale

Zur Luminale erleuchtet das Ignatz Bubis-Gemeindezentrum bunt. Foto: Veranstalter/p
+
Zur Luminale erleuchtet das Ignatz Bubis-Gemeindezentrum bunt.

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt beteiligt sich an der Luminale.

Westend – Nachdem 2018 die Westend-Synagoge im Fokus stand, wird in diesem Jahr die Glasfassade des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums, Savignystraße 66, mit einem Projekt des Offenbacher Künstlers Lukas Sünder bespielt. Inhaltlich bezieht sich die Videoprojektion auf jüdische Märchen. Mit der Einbindung des Gemeindezentrums, dem Herzstück jüdischen Lebens in Frankfurt, wird auf das 1986 eingeweihte Gebäude als Bestandteil der Identität Frankfurts hingewiesen.

Luminale Frankfurt: Jüdische Gemeinde beteiligt sich an den Videoprojektionen

Die eigens für die Luminale entwickelte Videoprojektion zeigt eine düster-bunte, undefinierbare Umgebung, in der menschenähnliche Kreaturen, die Shedim – Geister aus Feuer und Wind geschaffen – sichtbar werden. Sie sind Protagonisten jüdischer Märchen, Folklore und Mythologien. Sowohl gutartig als auch bösartig – in einem unvollkommenen Zustand zwischen Geistern und Engeln – bewegen sie sich gemeinsam zu hypnotischen Reigen von „Baby of Control“. 

Dazu können sich die Besucher fantastische Geschichten auf Kopfhörern oder über eine Webseite auf dem Smartphone vortragen lassen und von unbekannten Sagen und Traditionen erfahren. Die Faszination für fantastische Geschichten und Motive schafft vielleicht auch einen neuen, narrativen Zugang zur jüdischen Community in Frankfurt. Betrachtet werden kann die Projektion am 12. und 15. März zwischen 19.30 Uhr und 22.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare