Comedian sorgt für Lachkrämpfe

Luke Mockridge schwitzt bei "Luckyland" in Frankfurt

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Mit einer Licht- und Feuershow und einem enormen Bühnenbild startet Comedian Luke Mockridge in sein Programm.

Westend – Zu den Klängen von Blurs „Song 2“ mit seinen „Woo Hoos“ zieht Comedian Luke Mockridge mit seiner Band „Sprengstoff“ am Sonntag in die ausverkaufte Festhalle ein. Mit „Welcome to Luckyland“ brachte er nicht nur sich, sondern auch seine Fans ordentlich zum Schwitzen. Von Katrin Greschner

Feuerfontänen und Lichtshow ergänzen das Einstiegsspektakel und lenken den Blick der rund 10.000 Gäste auf das einzigartige Bühnenbild: Ein riesiger Vergnügungspark, passend zum Titel der neuen Show „Welcome to Luckyland“, mit der er auch Samstag vor seinen Frankfurter Fans glänzte. Und das im wahrsten Sinne, denn mit Außentemperaturen von mehr als 30 Grad hat sich auch die große Kuppel aufgeheizt. 

Während der Show wringt Luke sein T-Shirt aus, eine Schweißpfütze bildet sich auf dem Bühnenboden – das Publikum ist amüsiert und schreit. Passend zum Thema geht’s für die Zuschauer dann auf eine Reise durch die verschiedenen Themenwelten des Parks.

Smalltalk-Mama statt Handys

Luke vergleicht die heutige Jugend zu Beginn mit seiner eigenen. „Früher war alles besser“, sagt er. Damals gab’s das Spiel „Der Boden ist Lava“ oder „Treppenrutschen“. Die Tablets von früher: Über das Samtsofa streichen und dadurch die Farbe verändern. Auch Handys gab es damals noch nicht. Luke berichtet über den Nervenkitzel, wenn er bei seinen Kumpels anrief, aber die Smalltalk-Mama ran ging. Die Halle schmeißt sich fast durchgängig weg über die Grimassen und Gesten des Komikers, der im Luckyland wie ein Clown über die Bühne hechtet.

Manchmal muss Luke auch über sich selbst lachen.

Später geht er auf die verschiedenen Whatsapp-Typen ein, die jeder kennt: Die Sprachnotiz-Junkies, der Geist (liest alles mit, antwortet aber nicht) oder die Emoji-Liebhaber. „Wenn die Eltern Whatsapp haben, ist alles vorbei“, sagt Mockridge. „Dann bekommt die Familie Videos mit tanzenden Weihnachtselfen zugeschickt.“ Die nächsten Stopps im Luckyland sind „Saufiland“ und schließlich auch „Beziehungsland“. Dabei schlägt Luke traurigere Töne an. Der Grund: Er leidet unter Liebeskummer. Auf ein „Oooooh“ aus dem Publikum weiß Luke nur „Das bringt absolut gaaar nix“ zu kommentieren. Er schließt mit einer Lebensweisheit an die Fans: „Ihr müsst euer Leben so Luckyland-mäßig wie möglich genießen.“

Traum vom Superstar-Leben und Gummibärenbande

Er geht mit gutem Beispiel voran und erfüllt sich zum Finale seinen Traum vom Superstar-Leben: Er singt Coldplays „Viva La Vida“ – dabei schießen Luftschlangen aus der Decke. Er rennt durch die Halle zwischen seinen Fans hindurch – die alle mitgrölen. Nach Standing Ovations gibt Luke Mockridge noch einmal die Titelmelodie der Gummibärenbande zum Besten, schließt die Tore des Luckylands und verabschiedet sich damit von Frankfurt.

Luke hat mit seiner Show wieder mal den Humor seiner Fans getroffen. Die meisten von ihnen sind nach den knapp zweieinhalb Stunden selbst fix und fertig: Das viele Lachen kostet eben auch viel Energie.

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