Kooperation

Grüner Supercomputer aus Hessen

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So sieht der grüne Supercomputer aus Hessen aus

2030 könnten 13 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs durch Rechenzentren verursacht werden.

Frankfurt –  In Frankfurt, dem globalen Netzknoten mit dem höchsten Datenvolumen, werden schon heute 20 Prozent des gesamten lokalen Stroms von Rechenzentren verbraucht, Tendenz steigend –ein großer Teil davon für Kühlleistung. Mit der Abwärme einzelner großer Rechenzentren könnten heute bereits bis zu 10. 000 Haushalte beheizt werden.

Eine Antwort auf diese globale Herausforderung kommt aus Hessen von der Goethe-Uni und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. Sie haben für das Gesamtkonzept einer energieeffizienten Kühlstruktur von Großrechenzentren kürzlich ein europäisches Patent erhalten. Das Patent öffnet jetzt die Tür für die Vermarktung der von Professor Volker Lindenstruth, Professor Horst Stöcker sowie Alexander Hauser von „e3c“ entwickelten wegweisenden Technologie. Zusammen mit parallelen Patenten außerhalb Europas kann damit die Erfindung auf der ganzen Welt ökonomisch verwertet werden. Aus verschiedenen Ländern liegen bereits Anfragen nach der Errichtung solcher Großrechenzentren vor.

Das Rechenzentrum entwickelt sich damit zu einem wichtigen Exportprodukt „made in Hessen“. Dieser Erfolg ist auch ein Verdienst der Goethe-Uni-eigenen Transfergesellschaft Innovectis und ihres Geschäftsführers Dr. Martin Raditsch, der die Vermarktung vorangetrieben hat, sowie Tobias Engert, Leiter der GSI-Abteilung Technologietransfer. Die erfolgreiche Vermarktung der Patente zeigt die beispielhafte Zusammenarbeit von Universität und Großforschungseinrichtung in Hessen. Das Münchener Unternehmen NDC Data Centers GmbH erhielt die Rechte, um die Green Technology im Rechenzentrumsbau auf der ganzen Welt zu verwerten und leistet damit bei der globalen Digitalisierung ebenfalls einen erheblichen Beitrag zum schonenden Umgang mit unseren Energieressourcen.

(red)

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