Frankfurter Motivwagen zum Festumzug des Hessentags widmet sich Bauhausjubiläum

„Frankfurt baut modern“

Der Frankfurter Motivwagen widmet sich dem Bauhausjubiläum. Fotos: Stadt Frankfurt/p

Frankfurt (red) – „Frankfurt baut modern“ ist auf dem Motivwagen zu lesen, der die Stadt Frankfurt beim Festumzug des Hessentages in Bad Hersfeld repräsentiert.

Die Gestaltung greift Motive und Akteure des legendären Moderneprojekts „Das Neue Frankfurt“ auf, das die Mainstadt in den 1920er Jahren tief greifend veränderte. Der Festumzug bildete den Abschluss des Landesfestes und zog mit rund 140 Beiträgen durch Bad Hersfeld.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Das Neue Frankfurt beschäftigt uns auch einhundert Jahre später noch. Die damaligen Leitlinien, eine Stadt für alle zu bauen, sind hochaktuell und Vorbild für eine Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellt. Wir stellen den Wohnungsbau ins Zentrum unseres Handelns – er ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts, die wir lösen müssen.“

„Zur Zeit der Weimarer Republik war Frankfurt eine der modernsten Städte des Landes, ihr innovativer sozialer Wohnungsbau und das vielfältige kulturelle Leben wurden in der ganzen Welt beachtet. Im Bauhausjahr 2019 hat die Stadt dieses einzigartige Kulturerbe wieder entdeckt und widmet ihm mehrere Veranstaltungen und Sonderausstellungen. Der Motivwagen ist auch eine Einladung an unsere Nachbarinnen und Nachbarn, dem Neuen Frankfurt einen Besuch abzustatten – im Museum oder in den bis heute erhaltenen Siedlungen“, betont Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Zu Beginn der 1920er Jahre konstituierte sich in Frankfurt ein beispielloses Programm baulicher und kultureller Erneuerung, das unter dem Namen Neues Frankfurt in die Kulturgeschichte einging. Die Stadt entwickelte sich in der Weimarer Republik zum Archetyp der modernen Metropole, der weit über die Grenzen Frankfurts hinaus Beachtung fand. Zwar gilt das Bauhaus heute vielen als die Wiege der Moderne. Doch die berühmte Kunstschule war nicht der alleinige Brennpunkt neuartiger Gestaltung in Deutschland und Europa. Zum Ausgang der 1920er Jahre war Frankfurt als ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde etabliert.

Der Motivwagen greift die moderne Architektur des Neuen Frankfurt, ihre Urheber und das befreite Lebensgefühl der 1920er in Frankfurt auf. Zu sehen sind auch die Architekten Ernst May, Martin Elsaesser (Architekt der Frankfurter Großmarkthalle), der frühere Oberbürgermeister Ludwig Landmann und Margarete Schütte-Lihotzky, die Erfinderin der Frankfurter Küche – der weltweit ersten Einbauküche. Mit dem genannten Slogan verweist der Wagen auch auf aktuelle und zukünftige Bauprojekte der Stadt, die an die Traditionen der Frankfurter Moderne anknüpfen.

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