Spuren der Göttlichkeit

Audiovisuelle Performance und Installation in der Katharinenkirche

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Bei der Luminale taucht auch die Katharinenkirche ins Laser-Licht ein.

Klang und Licht kontrastieren und verbinden sich während der „Luminale-Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung“ in der evangelischen Sankt Katharinenkirche an der Hauptwache.

Innenstadt–  Das multimediale Projekt „Refrakto“ bringt Musik, Sound, Licht und Laser zu einem in eine virtuelle Welt eintauchenden audiovisuellen Erlebnis zusammen. Die Performance und Installation wird gemeinsam von dem dänischen Komponistenduo Den Sorte Skole, dem Künstlerkollektiv Vertigo und dem Organisten der Gemeinde, Martin Lücker, exklusiv für die Sankt Katharinenkirche geschaffen. Refrakto wird während der Luminale von Donnerstag, 12. , bis Sonntag, 15. März, täglich ab 19. 30 Uhr und danach als sich wiederholende 15-minütige Installation als einstündiges Live-Konzert aufgeführt.

„Wir haben gemeinsam mit den beteiligten Künstlern beschlossen, jeden Abend mit einem Livekonzert zu beginnen, um die Kraft der Installation zur Wirkung kommen zu lassen. Besucher haben so die Möglichkeit, sich ungestört vom Strom der „Lichtsucher“ in die Installation und ihre Botschaft zu vertiefen,“ erläutert Pfarrer Olaf Lewerenz. „Im Anschluss daran läuft die Performance als Installation weiter und die Kirche ist für alle Luminale-Besucher geöffnet.“

Frankfurt: Katharinenkirche wird bei „Luminale“ ins Laser-Licht gehüllt

Zugrundeliegende Vision ist es, verschiedene Spuren der Göttlichkeit und das Gefühl für einen kirchlichen Raum zu erforschen, um grundlegende Fragen über die Rolle von Religion und Einheit zu untersuchen. Was passiert beispielsweise, wenn sich religiöse Äußerungen mischen und ihr Kontext aufgelöst wird? Wenn ein gregorianischer Chor mit einem Schamanen aus dem Kongo in einem optisch verfremdeten Kirchenraum singt?

„Uns ist es wichtig, dass die Installationen bei der Luminale für unseren Kirchenraum geschaffen werden und so mit diesem in einen Dialog treten“, betont Lewerenz. „Nach der stummen Installation ,Lichtbeugung’ 2016, die den Raum mit Buchstaben mystisch umschlungen hat, und dem Dialog eines unbewegten Gesamtbildes mit Orgel bei der ,Katharinen+passion’ 2018 wollen wir diesmal durch Klänge und bewegtes Licht den Kirchenraum neu erfinden.“

Die Musik besteht aus Samples religiöser und spiritueller Musik, die in den vergangenen sieben Jahrzehnten aufgenommen wurden – von Feldaufnahmen indigener Stammeszeremonien, Sufi-Gesängen und benediktinischen Chortraditionen über klassische arabische Vokalmusik bis hin zu zeitgenössischer experimenteller elektronischer Musik. Diese tritt in einen Dialog mit der Orgel. Die visuelle Seite kombiniert maßgeschneiderte LED- und Laser-Technik, die die Kirche illuminiert und die musikalischen Spuren von Religion sowie moderner Technologie mit dem architektonischen Raum der Kirche verbindet.

Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Tickets gibt es für fünf Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Luminale

(red)

In diesem Jahr setzt dieLuminale erstmals ein Thema für Lichtkunst und Stadtgestaltung. Unter dem Motto „Digital Romantic“ wird „. . . der Wechselwirkung, dem Zusammenspiel und der Bedeutung von Digitalem und Romantik. . . “ nachgegangen.

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