Elf verdiente Frankfurter erhalten im Römer Ehrenbrief des Landes Hessen

OB Feldmann würdigt Helden des Alltags

Bei der Verleihung der Ehrenbriefe des Landes Hessen: Oberbürgermeister Peter Feldmann mit den Geehrten. Foto: Stefanie Koesling/p

Frankfurt (red) – Ehrenamtlich tätige Menschen stehen selten im Mittelpunkt, sind aber für ein Gemeinwesen unentbehrlich: Nun hatten elf von ihnen ihren großen Tag. Bei einer Feierstunde im Kaisersaal erhielten sie von OB Peter Feldmann den Ehrenbrief des Landes.

Feldmann würdigte sie als „Helden des Alltags. “ Der Kaisersaal habe schon die Queen, Udo Lindenberg, die Frankfurter Eintracht und viele andere gesehen. Die Prominenten seien wieder gegangen, der Saal aber gehöre den Frankfurtern. Vor allem jenen, so Oberbürgermeister Feldmann, die „sich um andere kümmern und die selbst selten im Mittelpunkt stehen. “ Der freiwillige Einsatz für die Gemeinschaft sei ein Ausdruck von Verantwortungsbewusstsein und gelebter Solidarität. „Die heute Geehrten sind aktiv in Vereinen und sozialen Einrichtungen. Durch ihre Arbeit wird Frankfurt reicher und wärmer,“ sagte Feldmann.

Die Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen setzt eine mindestens zwölfjährige aktive ehrenamtliche Arbeit voraus. Für eine Stadt wie Frankfurt, in der 179 Nationen mit 200 Sprachen leben, sei es wichtig, dass der Zusammenhalt funktioniere. Dafür seien die vielen Ehrenamtler in den Vereinen ein wichtiger Garant, denn ihr Engagement komme von Herzen.

Eine der Geehrten ist Carmen Perrot. Sie ist seit 2002 Mitglied der Turngemeinde Bornheim 1860. Als ihre Kinder klein waren, engagierte sie sich im Turnerrat und war für die Abteilung Jazz Dance aktiv. Heute hilft sie gerne bei Veranstaltungen mit und beteiligt sich an der Organisation von Turnieren. „Es macht mir einfach Spaß, mit anderen Menschen etwas zu unternehmen und ich helfe gerne. Dass ich dafür jetzt auch noch geehrt werde, macht mich besonders stolz“, freut sie sich.

Der von Ministerpräsident Albert Osswald 1973 ins Leben gerufene Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten. Gewürdigt wird vor allem besonderes ehrenamtliches Engagement in den Bereichen demokratische, soziale und kulturellen Gestaltung der Gesellschaft. Folgende elf Bürger wurden ausgezeichnet: Norbert Dörholt, langjähriger Vorsitzender des Sindlinger Karnevalvereins, einige Jahre Vorsitzender des Musikvereins Unterliederbach; Gabriele Endl, seit 20 Jahren im Vorstand und stellvertretende Vorsitzende des Rad- und Motorsportvereins Soli Fechenheim 1896; Gerd Schramm, Sprecher der Rheuma-Liga Hessen, Leiter von Gruppen und zuständig für die Beratung bei Problemen mit Krankenkassen; Rosemarie Fischer, setzt sich seit Anfang der 80er-Jahre für Menschen mit Drogensucht ein; Brigitte Therese Ott, viele Jahre im Vorstand des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Sprecherin der Fachgruppe Frauen und Mädchen. In der Turngemeinde Bornheim haben sich Carmen Perrot und Petra Kopf, Helmut Metzger, Claudia Aita, , Gertrud Brehm und Goran Oswald,engagiert.

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