Hannelore-Krempa-Stiftung spendet neuen Rettungswagen für Malteser Katastrophenschutz

76 000 Euro für die Sicherheit der Frankfurter Bürger

Die Vorstandsvorsitzende der Hannelore-Krempa-Stiftung, Renate Förster, überreicht den Zündschlüssel des neuen Rettungswagens an Malteser Stadtgeschäftsführer Florian Dernbach. Foto: Gerhard Seeger /p

Frankfurt (red) – „Ich bin jeden Tag aufs Neue glücklich, wenn ich diesen Rettungswagen in der Fahrzeughalle stehen sehe.

Derart gerüstet, können mein ehrenamtliches Team und ich noch besser die Hilfe leisten, für die wir angetreten sind“, sagt Michael Gies, Leiter der Notfallvorsorge im, Katastrophenschutz und Sanitätsdienst der Malteser in Frankfurt. Gies hat allen Grund zur Freude, denn dank starker Hilfe von der Hannelore-Krempa-Stiftung konnten die Malteser den in die Jahre gekommenen Rettungswagen des Katastrophenschutzes ersetzen.

Die seltene Großinvestition war im rein spendenfinanzierten Katastrophenschutz nur mithilfe des starken Stiftungspartners möglich und kommt vor allem der Sicherheit der Frankfurter Bürger zugute – in mehrfacher Hinsicht: Zum einen durch die moderne medizintechnische Ausrüstung des Fahrzeugs, mit der Hilfe auf hohem medizinischen Niveau möglich ist. Zum anderen motiviert das Neufahrzeug die ehrenamtlichen Helfer immens und zieht neue Helfer an. Je größer das ehrenamtliche Team, umso schneller und effizienter können die Malteser im Falle von großen Schadenslagen helfen.

Und das wird immer wichtiger: Nach Einschätzung des Frankfurter Stadtgeschäftsführers Florian Dernbach gewinnt Katastrophenschutz – gerade in einer Großstadt wie Frankfurt – zunehmend an Bedeutung: „Die Gefahrenpotenziale hier sind vielfältig und reichen von Epidemien über Hochwasser und Großbrände, Pkw-, Bahn oder Flugzeugunglücken. Neu in den Fokus gerät aktuell die Gefahr von Terroranschlägen. Zuletzt sind wir vermehrt mit Ehrenamtlichen bei Bombenevakuierungen im Einsatz.“

Der neue Rettungswagen wird daher zusätzlich für den Bevölkerungsschutz bei Katastrophen in Frankfurt und Umgebung zur Verfügung stehen und für ein explizites Plus beim Schutz der Bevölkerung sorgen. Das hat auch die Spender überzeugt: „Gib der Gesellschaft etwas zurück, die dich zeitlebens getragen hat“, so beschreibt es Vorstandsvorsitzende Renate Förster.

Die 2003 von Hannelore Krempa gegründete Hannelore-Krempa-Stiftung setzt sich vor allem für Jugendhilfe, Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung ein. Die Stiftung setzt auf langfristige Projekte und wurde dafür 2017 vom Land Hessen als Initiative des Monats ausgezeichnet.

Hannelore Krempa wurde 1931 in Frankfurt geboren und war mit dem Immobilienkaufmann Sigmund Krempa verheiratet. Die von Hannelore Krempa noch zu Lebzeiten berufene Vorstandsvorsitzende Renate Förster hat wesentlich zur Gründung der Stiftung beigetragen und führt diese heute im Sinne der Stifterin.

Seit mehr als 50 Jahren ist der Malteser Hilfsdienst im Katastrophenschutz in Frankfurt aktiv dabei. Die Malteser stellen mit dem Katastrophenschutz des Landes Hessens in Frankfurt den vierten Sanitätszug. Ein Sanitätszug umfasst 59 Ehrenamtliche und sechs Fahrzeuge, zum Teil finanziert vom Bund. Zwei Fahrzeuge, darunter auch der Rettungswagen, werden eigenverantwortlich von den Maltesern finanziert.

Kontinuierliches Training der ehrenamtlichen Helfer sowie die Ausstattung, Stellplatz und Wartung beziehungsweise die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft gemäß den Vorgaben des BMI (Bundesministerium des Inneren) Hessen sind die täglichen Herausforderungen.

Der Rettungswagen ist nach den Vorgaben des Hessischen Rettungsdienst Gesetzes (HRDG) sowie der Rettungsdienstträgerschaft der Stadt Frankfurt am Main, mit den neusten medizinischen Geräten (EKG, Defibrillator, Beatmungsgerät) sowie mit einer modernen Patientenfahrtrage ausgestattet.

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