Quartiersentwicklung für rund 2000 Wohnungen kommt deutlich voran

Entwurf für Römerhof vorgestellt

Die Luftperspektive auf den Römerhof. Foto: Deutsches Institut für Stadtbauunst/p

Bockenheim (red) – Die Planungen des Pilotprojekts Römerhof schreiten voran.

Das haben Planungsdezernent Mike Josef und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling mit Christoph Mäckler vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst und dem Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding, Frank Junker, detailliert ausgeführt. Auf dem Areal südlich des Rebstockparks sollen rund 2000 neue Wohnungen nach dem Leitbild der Europäischen Stadt als Stadt der kurzen Wege in sozialer und funktionaler Mischung entstehen.

„Uns liegt jetzt ein überzeugender städtebaulicher Entwurf auf Basis eines gemeinsamen Workshops des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst und des Stadtplanungsamtes vor, der Modellcharakter hat“, sagte Stadtrat Josef. „Er bildet die Grundlage für ein gemischtgenutztes Quartier mit Blockrandbebauung, qualitativ hochwertigen Straßenräumen und Plätzen sowie grünen Höfen, Vorgärten und hochwertiger kleinteilig gegliederter Architektur.“ Josef kündigte an, dass Architekturwettbewerbe stattfinden und verbindliche Gestaltungsvorgaben hohe Qualität garantieren werden. „Wir können 2000 Wohnungen sowie einen Schulneubau ermöglichen und sowohl das Feldbahnmuseum, die bestehenden Kleingärten als auch bestehende Gewerbebetriebe an Ort und Stelle erhalten. Für den vorhandenen Busbetriebshof haben wir inzwischen auch einen Verlagerungsstandort gefunden.“

Stadtrat Oesterling: „Ich freue mich sehr darüber, dass die schwierigen Verhandlungen zur Verlagerung des Betriebshofes bereits zu einer grundsätzlichen Einigung geführt haben. Derzeit werden letzte Details geklärt. Zur Erschließung werden wir die Stadtbahn U5 über das Europaviertel hinaus auf Straßenniveau verlängern und auf diese Weise ansprechende Straßenräume mit integrierten U-Bahnhaltestellen ermöglichen.“

Auch Mäckler unterstrich die Bedeutung des Pilotprojekts: „Hohe Qualität ist die Grundlage. Sie wird durch städtische Haus-, Hof-, Straßen- und Platztypen ermöglicht, die wir seitens des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst herausgearbeitet und planerisch auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse unserer Zeit übertragen haben.“ Das Institut hatte 2018 mit dem Stadtplanungsamt einen interdisziplinären Workshop zur Entwicklung eines städtebaulichen Strukturplans initiiert und war von der ABG beauftragt worden, einen städtebaulichen Entwurf für das Areal zu erarbeiten.

„Bevor wir am Römerhof bauen können, müssen wir den Busbetriebshof verlagern“, erläuterte Junker. „Nachdem sich die ursprüngliche Idee zerschlagen hatte, diesen an der Gaugrafenstraße anzusiedeln, haben wir nun einen neuen Standort zwischen Lorscher Straße und Guerickestraße in Rödelheim mit einer bisher als Baumschule genutzten Fläche gefunden. Die ABG wird hier 40 Prozent geförderten Wohnraum errichten sowie 15 Prozent der Flächen für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen zur Verfügung stellen.“

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