Oberbürgermeister Feldmann und Bad Vilbeler Bürgermeister Stöhr vereinbaren Potenzialstudie

Eine Straßenbahn in die Quellenstadt?

Unterzeichnen (vorn von links): Sebastian Wysocki, Thomas Stöhr, Peter Feldmann, Klaus Oesterling, (von hinten links) Joachim Arnold, Stefan Klöppel und Tom Reinhold. F.: Stadt/Rainer Rüffer/p

Frankfurt/Bad Vilbel (red) – Ist der Bau einer Straßenbahn von Frankfurt nach Bad Vilbel sinnvoll und machbar? Oberbürgermeister Peter Feldmann und der Bad Vilbeler Bürgermeister Thomas Stöhr haben kürzlich vereinbart, das Potenzial für diese Verbindung untersuchen zu lassen.

„Erstmals seit mehr als 100 Jahren“, sagte Feldmann, „wird ein Ausbau der Frankfurter Straßenbahn über die Stadtgrenzen hinaus angestrebt. Das ist ein Meilenstein der interkommunalen Zusammenarbeit. “.

Sein Bad Vilbeler Kollege Stöhr ergänzt: „Die Einwohnerzahlen gerade im Kern des Rhein-Main-Gebietes nehmen stetig zu – wenn wir nicht wollen, dass die Menschen ihre Mobilitätsbedürfnisse nur mit dem Auto befriedigen, müssen wir ihnen Alternativen bieten, die nicht an den Stadtgrenzen Halt machen.“

Frankfurt und Bad Vilbel werden gemeinsam die Potenzialstudie in Auftrag geben.

„Die zu untersuchende Straßenbahnverbindung zweigt nördlich der Friedberger Warte in Frankfurt an der Haltestelle Bodenweg von der bestehenden Straßenbahnlinie 18 ab und verläuft weiter in der Friedberger Landstraße. Ab der Stadtgrenze zu Bad Vilbel gibt es zwei Trassenvarianten: Eine verläuft direkt entlang der Frankfurter Straße. Die andere folgt dem heutigen Verlauf der Buslinie 30 über die Alte Frankfurter Straße. Beide Varianten führen ab dem Heilsberg wieder gemeinsam auf der Frankfurter Straße bis zum Südbahnhof in Bad Vilbel“, beschreibt der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling den Plan.

„Die Studie soll darlegen, ob für diese Verbindung die notwendige Nachfrage besteht. Gegenstand der Analyse soll aber auch der Trassenverlauf und dessen technische, verkehrliche und städtebauliche Machbarkeit sein. Bestandteil des Auftrags an den Gutachter sind außerdem eine Weiterführung bis zum Bad Vilbeler Nordbahnhof sowie die Möglichkeiten an der Unfallklinik in Frankfurt und der Musterhaus-Siedlung in Bad Vilbel ,P+R-Plätze’ einzurichten“, erläutert Bad Vilbels Stadtrat Sebastian Wysocki.

Heute verkehrt auf dieser Verbindung die Buslinie 30 (Bad Vilbel Bahnhof – Friedberger Warte – Konstablerwache – Sachsenhausen Hainer Weg). Sie wird zwischen Bad Vilbel und Friedberger Warte täglich von bis zu 5000 Fahrgästen genutzt. Sie stellt damit neben der S-Bahn-Linie S6, die derzeit ausgebaut wird, schon heute eine wichtige Nahverkehrsverbindung zwischen den beiden Nachbarstädten dar. „Die Umstellung einer mit Dieselbussen betriebenen Linie auf die elektrische Straßenbahn hat klare ökologische Vorteile und ist für die Fahrgäste attraktiv“, sind Wysocki und Oesterling überzeugt.

Für Feldmann und Stöhr spielt die ökologische Bewältigung des Verkehrs im Ballungsraum Rhein-Main bei ihren Überlegungen eine wichtige Rolle: „Eine Straßenbahnverbindung von Bad Vilbel über die Unfallklinik, das Frankfurter Nordend bis in die Innenstadt und gegebenenfalls nach Sachsenhausen wäre ein zukunftsweisendes Angebot für die vielen Pendler, die heute täglich über die Friedberger Landstraße aus dem Nordosten und Osten nach Frankfurt fahren.“

Die Kosten der Studie werden zu 50 Prozent von Traffiq sowie zu je 25 Prozent von der Stadt Bad Vilbel und dem Zweckverband Oberhessischer Versorgungsbetriebe (ZOV) getragen.

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