Neue Ausstellungen bei „Ebene B1“

Ehrung für Künstlerin: Heide Weidele wird 75

Künstlerin Heide Weidele bei der Ehrung zu ihrem 75. Geburtstag.

Westend (red) – Der noch junge Kunstverein „Ebene B1 Taunusanlage“ trägt an dem ungewöhnlichen Ort der S-Bahnstation Taunusanlage Kunst in den öffentlichen Raum. So auch „Kasachstan“, die aktuelle Ausstellung der Frankfurter Künstlerin Heide Weidele.

Vergangene Woche wurde die Künstlerin anlässlich ihres 75. Geburtstags geehrt, der Kunstverein „Ebene B1“ hatte dazu eingeladen. Peter Wöste, Vorsitzender des Kunstvereins, begrüßte die zahlreichen Freunde der Künstlerin und Kulturschaffende Frankfurts. Die Laudatio hielt David Dilmaghani, der Büroleiter des Dezernats für Kultur und Wissenschaft.  „An einem Ort wie der B-Ebene der Frankfurter S-Bahnstation Taunusanlage vermutet kaum jemand zeitgenössische Kunst. Zu ihrem 75. Geburtstag überrascht uns Heide Weidele an diesem ungewöhnlichen Ort einmal mehr mit ihren immer neuen innovativen Gebilden, deren Reiz in der Kombination von bildhauerischer Stringenz mit ironischem Witz und fröhlicher Überdrehtheit liegen“, gratulierte Kulturdezernentin Ina Hartwig der Frankfurter Künstlerin zu deren Geburtstag.

Im Anschluss sprach die langjährige Galeristin Weideles, Claudia Giani, über die inspirierende Zusammenarbeit mit der Künstlerin und beschrieb sie als ewig junge, auf alles Unbekannte neugierige Persönlichkeit. Weidele lebt seit 1971 in Frankfurt. Die ehemalige Buchhändlerin studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Städelschule. Neben verschiedenen Lehraufträgen war sie als Gastprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz tätig.

Mit ihrer aktuellen Ausstellung „Kasachstan“ präsentiert Weidele eine neue Werkserie von Lichtskulpturen. Die Künstlerin ist für ihre aus Kunststoff-Fundstücken bestehenden Raumobjekte bekannt. Die oftmals aus ihren früheren Installationen stammenden Materialien werden einer stetigen Wiederverwendung zugeführt. Für Kasachstan ließ Weidele sich von Assoziationen leiten, die sie mit dem Land verbindet, das sie nie besucht hat: „Steppenland, dünn besiedelt, armes Land mit dem größten Weltraum-Bahnhof der Erde, Baikonur.“

Die Räume des Kunstvereins befinden sich in den beiden Zugangsbauwerken der S-Bahnstation Taunusanlage und sind täglich 24 Stunden geöffnet, der Eintritt ist frei.

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