Heiß diskutiertes Verkehrsmittel

E-Scooter: Das ist jetzt wichtig für’s sichere Fahren

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Egal ob zum Sport, zur Arbeit oder nach Hause: E-Scooter sind seit Mitte Juni eines der angesagtesten Verkehrsmittel Frankfurts – eine echte Alternative.

Frankfurt (red) – Seit dem 15. Juni ist es in ganz Frankfurt möglich, mit elektrischen Tretrollern – sogenannten E-Scootern – von A nach B zu düsen. Derzeit gibt es in der Innenstadt drei verschiedene Anbieter mit insgesamt 1000 Rollern.

Auch wenn die Gefährte bereits ab 14 Jahren benutzt werden dürfen, ist die Miete der Fahrzeuge erst mit der Volljährigkeit möglich. Die bis zu 20 Stundenkilometer schnellen Scooter haben eine Reichweite von rund 40 Kilometern am Stück. Den Nutzern ist es nicht erlaubt, auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen zu fahren. Zu zweit einen Roller zu nutzen, ist verboten – auch wenn das Gewicht beider Personen das Maximalgewicht unterschreitet. Nach Angaben der Polizei ist das Fahren zu zweit nämlich durchaus gefährlich. Eine Helmpflicht besteht aber trotzdem nicht.

Grundsätzlich gilt für E-Scooter die Straßenverkehrsordnung. Sie müssen die Mindestanforderungen der Verkehrssicherheit erfüllen. Dazu gehören etwa ein funktionierendes Brems- und Lichtsystem, sowie eine Warnklingel. Für die Rollernutzer gilt die gleiche Alkoholwertgrenze wie für Autofahrer: Wer ab 0,3 Promille auffällig fährt oder mit 0,5 bis 1,09 Promille im Blut erwischt wird, macht sich strafbar. Es drohen dann ein Bußgeld oder, bei Führerscheinbesitzern, auch Punkte in Flensburg – bis hin zu einem generellen Fahrverbot.

Laut Polizeisprecherin Chantal Emch wurden in Frankfurt seit der Zulassung der Tretroller bisher Unfälle im sehr niedrigen zweistelligen Bereich zur Anzeige gebracht. „Dass es grundsätzlich eine Dunkelziffer gibt, ist sehr wahrscheinlich. Wie hoch diese ist, lässt sich jedoch nur schwierig einschätzen“, sagt Emch. In Sachsenhausen kam es bereits zu einem schweren Unfall: Eine 26-jährige Frau wurde schwer und ein 27-jähriger Mann leicht verletzt, als sie verbotenerweise zu zweit auf einem Scooter fuhren.

Jeder elektrische Tretroller braucht eine Haftpflichtversicherung. Dafür muss er über eine Allgemeine Betriebserlaubnis des Herstellers verfügen. Bei Leihrollern ist der Betreiber für die Versicherung verantwortlich. Je nach Anbieter müssen die Fahrer jedoch mit einer Selbstbeteiligung rechnen.

Manche Firmen tragen die Kosten nur dann, wenn die Schadensursache zweifelsfrei auf das Gerät zurückgeführt werden kann. Um wirklich sicher zu gehen, sollten Fahrer vorab die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters genau lesen.

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