Energiereferat fördert drei Gewinner des Ideenwettbewerbs mit 39.000 Euro

Drei neue Klimaschutzideen

Bei der Preisverleihung zum „Ideenwettbewerb Klimaschutz 2019“ (von links): Matthias Graf (Velotaxi), Wiebke Fiebig (Energiereferat), Thomas Weber (Etalytics) und Daniel Netter (Prosumergy). Fotos: Salome Roessler/p

Frankfurt (red) – Das Energiereferat ist beim „Ideenwettbewerb Klimaschutz 2019“ erneut fündig geworden: Drei Unternehmen und ihre Geschäftsideen für den Klimaschutz wurden von einer Expertenjury ausgewählt und erhalten jeweils eine Förderung von zwischen 7000 und 22. 000 Euro.

Unterstützt werden eine Anwendung auf Basis künstlicher Intelligenz, die den Energieverbrauch an die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien anpasst, eine anspruchsvolle Kombilösung aus Mieterstrom-Solaranlage und Dachbegrünung, um die Flächenkonkurrenz auf Dächern zu lösen, sowie eine Swobbee-Akku-Wechselstation für elektrische Leichtfahrzeuge.

Das Energiereferat hat den „Ideenwettbewerb Klimaschutz“ bereits zum vierten Mal durchgeführt. Dabei werden spannende Geschäftsideen und technische Neuheiten von Unternehmen und Start-ups gefördert. Alle eingereichten Ideen müssen nachweislich dazu beitragen, CO2-Emissionen einzusparen und somit Frankfurt dabei unterstützen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Die vierköpfige Jury des Wettbewerbs verfügt über Expertise in den Schwerpunktthemen Energieversorgung, Gebäudesysteme und Mobilität. Sie hat die eingereichten Ideen nach den Kriterien Innovationscharakter, CO2-Einsparungen, Wirtschaftlichkeit, Umsetzbarkeit des Projektes bis zum 30. November, Übertragbarkeit und Multiplikator-Wirkung sowie Verstetigung bewertet.

Die drei Gewinner haben nun bis Ende November Zeit, ihre Projekte mithilfe der Fördergelder zu realisieren. „Für die Pilotphase ihres Energieflexibilitäts-Projektes konnte die Etalytics GmbH das Rechenzentrum Equinix als Partner gewinnen“, berichtet Wiebke Fiebig, Leiterin des Energiereferats der Stadt und Jurymitglied. „Ich freue mich besonders, dass hier ein großes Rechenzentrum und ein kleines Start-up gemeinsam an einem zukunftsweisenden Projekt arbeiten, das den Klimaschutz in Frankfurt weiterbringen wird.“

Die Klimaschutzziele sind ehrgeizig: Mit dem Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ haben die Stadtverordneten entschieden, dass sich Frankfurt am Main bis zum Jahre 2050 vollständig (100 Prozent) mit erneuerbaren Energien versorgen möchte. Gleichzeitig sollen die CO2-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Frankfurt 50 Prozent der aktuell benötigten Energie einsparen. Die verbleibenden 50 Prozent Energiebedarf werden zur Hälfte von der Stadt selbst und zur Hälfte aus der Region gedeckt.

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