2000 Euro für eine Methode mit Vorbildfunktion

Dieses Projekt gewinnt den Hessischen Gesundheitspreis

Ausgezeichnet: Ko-Gi-Lotsen mit den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und der Staatssekretärin Anne Janz. Foto: Stadt Frankfurt/p

Frankfurt/ Wiesbaden (red) – Zum achten Mal wurde in Wiesbaden der Hessische Gesundheitspreis verliehen.

Im Fokus stehen seit 2012 jedes Jahr erfolgreiche, innovative Modelle und Projekte, die Prävention und Gesundheitsförderung zum Ziel haben und das Potenzial aufweisen, auf Landesebene als Best-Practice-Beispiele zu fungieren.

In der Kategorie „Gesund Bleiben“ konnte das Frankfurter Ko-Gi-Projekt (Kommunale Gesundheitsinitiativen - interkulturell) die Jury, die im Vorfeld der Verleihung die eingereichten Vorschläge im Hinblick auf Qualität der konzeptionellen Umsetzung, gesellschaftliche Relevanz, Praxistauglichkeit und Übertragbarkeit bewertet hatte, überzeugen. Anne Janz, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, überreichte den Projektverantwortlichen vom Gesundheitsamt Frankfurt und Vertretern der Ko-Gi-Lotsen in einer Zeremonie im Hessischen Landtag den mit 2000 Euro dotierten Preis.

Die zentrale Methode des Ko-Gi-Projektes, das 2013 mit einem ersten Lehrgang im Gesundheitsamt Frankfurt startete, ist das Multiplikatorenkonzept. Bürger mit Migrationsgeschichte werden durch eine Fortbildung des Frankfurter Gesundheitsamtes befähigt, als Gesundheitslotsen in ihrer jeweiligen Lebenswelt gesundheitsförderliche Bedingungen zu gestalten. Die Ausbildung beinhaltet Themen der Prävention und Gesundheitsförderung.

„Die interkulturellen Gesundheitslotsen werden wegen ihrer Vorbildfunktion immer wichtiger bei der Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen in Frankfurt. Wegen ihrer Vertrautheit mit dem deutschen Gesundheitswesen und aufgrund ihrer eigenen Migrationserfahrungen sind sie zu Türöffnern bei Migranten und Flüchtlingen auch bei sensiblen Themen geworden“, sagen Gesundheitsamt-Leiter Professor René Gottschalk und Projektleiter Hans-Georg Wolter.

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