Film um Kaiserin Sissi mit Live-Orchester in der Alten Oper

Dieser Klassiker begeistert ganz neu

Während oben der Kultfilm rund um Sissi und Franz gezeigt wird, steuert unten das Orchester aus Pilsen die Melodien bei. Foto: Gerrit Cramer/p

Innenstadt (gre) – Draußen, in Frankfurts Innenstadt, stürmt es am Samstagabend ordentlich. Drinnen, im Großen Saal der Alten Oper, ist es hingegen ganz gemütlich.

Die Beleuchtung ist gedimmt und die Besucher, die sich auf das Filmkonzert mit „Sissi – Der Originalfilm“ freuen, nehmen auf ihren Stühlen Platz. Vom starken Wind bekommen sie nichts mit. Der Saal füllt sich. Und dann geht es los: Die vielen Musiker des Pilsen Philharmonic Orchestra betreten nach und nach – in Anzügen und Abendkleidern – unter tosendem Beifall die Bühne. Ihnen folgt Dirigent Christian Schumann.

Schon bald darauf erscheint Schauspielerin Romy Schneider beim ersten Teil des österreichischen Historienfilms von 1955 als Sissi auf der großen Leinwand. Das Orchester steuert die Filmmusik von Anton Profes bei.

Kaiser Franz-Joseph von Österreich soll sich vermählen – und das so schnell, wie möglich. Das sieht zumindest seine Mutter, die Erzherzogin Sophie, so. Und die hat schon die passende Braut für ihn ausgewählt: Helene „Nene“ von Bayern, die älteste Tochter ihrer Schwester Ludovika. In Bad Ischgl treffen die beiden beim Geburtstag des Kaisers aufeinander. Doch Franz verliebt sich nicht in Nene, sondern in ihre jüngere Schwester Elisabeth „Sissi“ von Bayern. Davon ist seine Mutter gar nicht begeistert. Denn ihrer Meinung nach ist Sissi viel zu unerzogen für ein Leben am Hofe. Sie selbst scheint von dieser Idee ebenfalls nicht überzeugt zu sein: Sissi möchte ihrer Schwester nicht den Mann ausspannen und geht nicht auf die Annäherungsversuche von Franz ein. Doch der hat seinen eigenen Kopf und verkündet vor versammeltem Königshaus die Verlobung mit Sissi. Die 16-Jährige gibt folglich ihr Leben in Freiheit für ihren Traummann auf und zieht nach Österreich.

Nicht nur die ältere Generation, auch zahlreiche junge Sissi-Fans hatten am Samstag sichtlich Spaß an der Vorstellung: Sie lachen und freuen sich über die Komik des Films – vor allen Dingen, wenn Sissis Vater Max und ihre vielen jüngeren Geschwister auf der Leinwand auftauchen und herumalbern. Was alle begeistert, ist die herrliche Musik des Symphonie-Orchesters. Besonders imposant: Der Radetzkymarsch. Nach knapp zweieinhalb Stunden war sie vorbei, die Sissi-Schau. Mit einem Lächeln auf den Lippen strömen die Besucher aus der Alten Oper. Der Sturm hatte sich längst verzogen, als sie ihren Heimweg antraten.

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