Testphase des klimafreundlichen Lieferservice des Erzeugermarktes erfolgreich abgeschlossen

Dankeschön mit Rad ausgeliefert

Feyza Morgül (rechts) übergibt vom Frankfurter Marktverein eine Dankeschön-Lieferung an Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. Foto: Salome Roessler/p

Innenstadt (red) – Der Frankfurter Marktverein hat einen klimafreundlichen Lieferservice für den Erzeugermarkt an der Konstablerwache getestet.

Zum Ende dieser Testphase haben sich nun die Betreiber des Erzeugermarktes mit einer Lieferung an Umweltdezernentin Rosemarie Heilig für die kurzfristige finanzielle Unterstützung des Projektes durch das Energiereferat bedankt. „Genau für solche guten Ideen haben wir die Förderrichtlinie ‚Bürgerengagement für den Klimaschutz’ im März 2019 ins Leben gerufen“, erläutert Heilig. „Regionale, saisonale Lebensmittel, wie sie auf dem Erzeugermarkt angeboten werden, sind gut für das Klima. Wenn wir sie dann auch noch klimafreundlich ausliefern an Menschen, die aktuell das Haus nicht verlassen können, so haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und sogar noch die lokalen Anbieter unterstützt. “.

Durch den Lieferservice der Standbetreiber wurden frische Waren – regionales Gemüse und Obst, Grüne Soße, Spargel, Ahle Worscht, Apfelsaft, Weine und Stöffsche – an Bürger ausgeliefert, die wegen der aktuellen Corona-Situation zur Risikogruppe zählen und nicht einkaufen gehen können. Transportiert wurden die Bestellungen unmotorisiert und klimafreundlich mit Velotaxis, Lastenrädern und an Ostern sogar mit einer Kutsche.

Der Frankfurter Marktverein hat an insgesamt sieben Terminen im April jeweils 15 bis 20 Bestellungen erhalten und klimafreundlich ausgeliefert. „Der Testlauf zeigt: Bedarf zur Belieferung ist da. Viele Menschen haben sich sehr herzlich für dieses neue und unkomplizierte Angebot bedankt“, erklärt Feyza Morgül, Geschäftsführerin des Frankfurter Marktvereins. „Daher möchten wir uns heute bei Rosemarie Heilig und dem Energiereferat dafür bedanken, dass sie die Förderung unseres Test-Lieferservices sehr kurzfristig ermöglicht haben.“

Morgül hatte Ende März einen Antrag für einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro bei der Förderrichtlinie „Bürgerengagement für den Klimaschutz“ gestellt. Projektpartner für die Testphase waren Velotaxi, der Rad- und Lastenradladen „Per Pedale“ sowie die Haflinger Ranch aus Egelsbach. Die Richtlinie zur Förderung von „Bürgerengagement für den Klimaschutz“ wurde im März 2019 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Dabei kann für einzelne Projekte bis zu 2000 Euro pro Jahr Sachkostenzuschuss beantragt werden. Gefördert werden neue Projekte ebenso wie die Weiterentwicklung bereits begonnener Projekte. Wichtig ist, dass das Projekt einen Beitrag zum Wohl der Nachbarschaft und einen nachweislichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt leistet (CO2-Einsparung). Seit Beginn wurden bereits zwölf Projekte mit insgesamt 22.360 Euro gefördert.

Weitere Details rund um das Förderprogramm sowie die Formulare sind auf der Klimaschutz-Website unter https://www.klimaschutz-frankfurt.de/foerderrichtlinie abrufbar. Fragen beantwortet das Energiereferat auch per E-Mail an energie referat@stadt-frankfurt.de oder über die Hotline unter Z (069) 21239193.

Die Stadt verfolgt als Masterplan-Kommune das Ziel, bis 2050 den Gesamtenergieverbrauch auf dem Gemeindegebiet zu halbieren und den verbleibenden Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken, weitestgehend aus dem Stadtgebiet, der Region und dem Land Hessen. Zeitgleich sollen die Treibhausgasemissionen um rund 95 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 gesenkt werden. Dieses Ziel lässt sich nur durch eine Sensibilisierung und stärkere Ausrichtung der Gesellschaft in Bezug auf Fragen des Klimaschutzes und Energieeinsatzes erreichen. Die Stadt setzt daher auf einen kontinuierlichen, zielgruppenspezifischen Beteiligungsprozess und intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Teilnehmende Mitglieder des Frankfurter Marktvereins sind Weingut Metzler, Rollanderhof Weine, Familie Dienst mit Apfelwein, Familie Stranz mit Brot, Rohkostsalaten und Äpfelprodukten, Bernd Rück mit Obst und Gemüse, Kubach Pilze, Bauer Lenz oder Metzger Spruck mit Ahle Worscht und Werner Benz mit Spargel.

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