Polizei auf Nachwuchssuche

„Coffee with a Cop“ am Bahnhof

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Zu „Coffee with a Cop“ kam auch eine Menge junger Frauen, die sich für den Polizeidienst interessierte und gezielte Fragen stellte.

Bahnhofsviertel (zmo) – Mit einem Barista inklusive Coffee-Bike ab acht Uhr, mitten im Berufsverkehr auf dem Querbahnsteig des Frankfurter Hauptbahnhofs, dazu zahlreiche gut gelaunte und auskunftsfreudige Polizeibeamte in Mannschaftsstärke: So hat die Bundespolizei einen neuen Weg eingeschlagen, um nach ihrem Nachwuchs zu suchen.

Natürlich kommt diese Art der Personalsuche aus den USA und soll sich auch hier zu einem erfolgreichen Modell entwickeln. Christian Altenhofen, Polizeihauptkommissar und Pressesprecher der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, hält eine ganze Menge von dieser Vorgehensweise. „Wir haben diese erste Aktion bewusst sowohl auf den Frankfurter Hauptbahnhof als auch einen Tag später auf den Flughafen gelegt. Beides sensible Standorte, an denen die Polizei mit besonderer Präsenz auftreten muss. Junge interessierte Frauen und Männer hatten hier die Möglichkeit sich mit aktiven Polizeibeamten aus den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen in einem persönlichen Gespräch über die Arbeit bei der Polizei zu informieren“, so erklärt Altenhofen das Konzept der Bundespolizei.

Zur Grundvoraussetzung, etwa für den Mittleren Polizeivollzugsdienst, gehört die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit, körperliche und mentale Fitness, Tätowierungen müssen abzudecken sein, Schwimmabzeichen, Fahrerlaubnis B, keine Vorstrafen, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, und natürlich sollte Demokratieverständnis tief verinnerlicht sein. Erforderlich ist ein Real-, oder zumindest ein Hauptschulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung. Nach 30 Monaten Ausbildung steht als Abschluss der Polizeimeister. Schon weit vor dem Ende der Veranstaltung „Coffee with a Cop“, die bis 18 Uhr dauerte, hatten sich mehr als 400 Personen mit den Beamten der Bundespolizei zu einem Gespräch zusammengefunden. Hundeführer, Ermittler, Streifenbeamte, oder Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheiten berichteten über ihren persönlichen Arbeitsalltag. Zwei Einstellungsberater informierten über die vielfältigen Einsatzbereiche, über Karriere- und Verdienstmöglichkeiten.

Die in dieser lockeren Atmosphäre geführten Gespräche sollen auch das gegenseitige Verständnis und das Vertrauen zwischen Bürgern und Polizei fördern. Für die Bundespolizei ein wichtiger Grundstein zur Nachwuchsgewinnung. Auch der Leiter der Bundespolizeidirektion Koblenz, Michael Schuol war am Ende des ersten Tages über das Ergebnis hocherfreut. „Es war eine gelungene Veranstaltung, bei der rund 40 vielversprechende Bewerberkontakte entstanden sind. So sollte es weitergehen, dann sind wir auf dem Weg, den wir uns wünschen.“

Wer mehr wissen möchte, erhält unter www.komm-zur-bundespoilzei.de weitere Infos.

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