Goethe-Universität freut sich über Wahl von Astrid Wallrabenstein

Nun im Bundesverfassungsgericht

Astrid Wallrabenstein, Juraprofessorin an der Goethe-Uni, ist Richterin am Bundesverfassungsgericht. Foto: p

Frankfurt (red) – Die Goethe-Universität gratuliert ihrer Jura-Professorin Astrid Wallrabenstein, die seit 2010 in Frankfurt Öffentliches Recht lehrt: Sie ist als Richterin in den zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt worden.

„Wir sind sehr stolz und freuen uns: Wieder wird ein Mitglied der Goethe-Uni in ein wichtiges öffentliches Amt berufen. Zu dieser überaus ehrenvollen Wahl gratuliere ich der künftigen Verfassungsrichterin Astrid Wallrabenstein und unserem Fachbereich Rechtswissenschaft von Herzen“, reagierte Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Uni, auf die Bekanntgabe der Wahl. Es sei für die Goethe-Uni sehr ehrenvoll, dass nach Winfried Hassemer und Lerke Osterloh mit Wallrabenstein wieder eine Frankfurter Rechtswissenschaftlerin Ideen in ein so hohes Amt einbringen könne.

„Das ist eine wirklich erfreuliche Nachricht in diesen schwierigen Zeiten: Unsere Kollegin geht als Nachfolgerin von Andreas Voßkuhle ans Bundesverfassungsgericht. Mit ihrer anerkannten wissenschaftlichen Expertise vor allem im Sozialrecht sowie im Ausländer- und Migrationsrecht wird sie eine wichtige Rolle in diesem für unseren Verfassungsstaat zentralen Gericht spielen. Neben dem großen persönlichen Erfolg, zu dem ich ihr herzlich gratuliere, zeigt diese Wahl erneut, dass Frankfurter Rechtswissenschaftler bundesweit wahrgenommen werden“, kommentiert Klaus Günther, Jurist und Professor an der Uni, die Entscheidung.

In der Sitzung des Bundesrates Mitte Mai ist Wallrabenstein einstimmig in den zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt worden. Sie übernimmt damit das Amt von Andreas Voßkuhle, der nach zwölf Jahren in Karlsruhe als Präsident des Verfassungsgerichts von Stephan Harbarth abgelöst wird. Bundesverfassungsrichter werden wechselweise mit Zweidrittelmehrheit von Bundestag oder Bundesrat gewählt. Das Vorschlagsrecht liegt bei den Parteien. Wallrabenstein ist von den Grünen nominiert worden. Sie ist nun – wie alle anderen 15 Verfassungsrichter – für zwölf Jahre ins Amt gewählt.

Wallrabenstein hat seit Oktober 2010 die Professur für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Sozialrecht an der Goethe-Uni inne. Außerdem leitet sie mit ihrer Kollegin Indra Spiecker genannt Döhmann das Institut für europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht, ein Kooperationsprojekt der Goethe-Uni mit den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenversicherung. 2012 wurde sie Mitglied im Sozialbeirat der Bundesregierung, seit 2013 ist sie als Richterin am Hessischen Landessozialgericht tätig. Mit dem Projekt „Migration und Gerechtigkeit im Sozialstaat“ wurde sie 2018 als Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Uni aufgenommen. Dort hat sie die Einrichtung einer Law Clinic initiiert, wo Studierende der Rechtswissenschaft kostenlose Rechtsberatung im Aufenthalts- und Sozialrecht anbieten. Wallrabenstein ist 50 Jahre alt und hat zwei Kinder.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare