Prävention in Schulklassen

Bundespolizei warnt vor Gefahren im Bahnbereich

Ein Polizist bei der Prävention in einer Schulklasse. F.: p

Frankfurt (red) – Innerhalb der vergangenen Wochen ist es vermehrt zu Personenunfällen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion gekommen.

Bundespolizisten waren wegen mehrerer tragischer Vorkommnisse im Einsatz, bei denen Personen ums Leben kamen oder schwer verletzt wurden: Am 22. September wurde ein junger Mann am Haltepunkt Taunusanlage lebensgefährlich verletzt, nachdem er auf das Dach einer S-Bahn geklettert war. Dort erlitt er einen Stromschlag von der Oberleitung. Er wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vorfall zeigt, dass die Wirkung von 15. 000 Volt Bahnstrom unterschätzt wird. Hierbei reicht es bereits aus, in der Nähe der Oberleitung zu sein. Am 19. Oktober wurde ein 25-Jähriger aus bisher ungeklärter Ursache im Bahnhof Bad Vilbel Dortelweil von einem Zug erfasst und schwer verletzt. Wenig später, am 25. Oktober kam es gleich zu zwei Unfällen, bei denen zwei Menschen ums Leben kamen. Am frühen Morgen wurde ein Bahnmitarbeiter von einer S-Bahn erfasst und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Mittags wurde ein 55-jähriger Mann im Bahnhof Wächtersbach von einem durchfahrenden ICE erfasst, Ähnliches geschah am 28. Oktober in Eschborn. Hier erfasste eine S-Bahn einen jungen Mann, welcher ebenfalls die Gleise überqueren wollte. Er wurde schwer verletzt.

„Diese Häufung an schweren und tödlichen Personenunfällen im Zusammenhang mit dem Bahnverkehr ist tragisch und alarmierend“, sagt die stellvertretende Inspektionsleiterin der Bundespolizeiinspektion Frankfurt, Anja Klein. In vielen Fällen werden die Gefahren des Bahnverkehrs unterschätzt und es kommt zu folgenschweren Unfällen. Diese sind vermeidbar, wenn die Sicherheitsabstände am Bahnsteig eingehalten sowie Rotlichtzeichen und Bahnbeschilderung beachtet werden. Die Bundespolizei appelliert in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich an das Gefahrenbewusstsein der Bürger. Insbesondere die hohen Geschwindigkeiten sowie das Gewicht der Züge, das in langen Bremswegen resultiert, wird von vielen unterschätzt. Gleichzeitig fahren diese Züge durch moderne Technik immer leiser und sind meist erst dann zu hören, wenn es zu spät ist. Auch die Sogwirkung von vorbeifahrenden Zügen birgt Gefahren.

Nicht zuletzt deshalb intensiviert die Polizei Frankfurt ihre Präventionsarbeit zur Aufklärung über die Gefahren auf Bahnanlagen. Hierbei wurden durch den Präventionsbeauftragen allein im Oktober knapp 30 Schulklassen über die Gefahren an Bahnanlagen sensibilisiert.

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