Gelebte Freundschaft zwischen Frankfurt und Krakau

Bürgermeister empfängt Kinder

Die selbst genähten Mützen sind ein Dankeschön an die Stadt Frankfurt (von links): Barbara Lange, Bürgermeister Uwe Becker und Dominiks Rotthaler mit den Schülern Katharina Lange, Nico Rotthaler, Leo Rotthaler. Foto: Stadt Frankfurt/ Bernd Kammerer.

Frankfurt (red) – Mit strahlenden Augen überreichen die Kinder Katharina Lange, Nico Rotthaler und Leo Rotthaler Bürgermeister Uwe Becker ihr selbst gemachtes traditionelles Mitbringsel aus Krakau: Die Krakauer Mütze.

Diese haben Schüler bei der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Krakau bei einem Nähworkshop in Frankfurts Partnerstadt angefertigt. Sie ist ein Dankeschön an die Stadt Frankfurt.

„Dieses Souvenir ist wirklich etwas besonderes. Ich freue mich sehr und danke den Kindern, dass sie der Stadt Frankfurt so ein einmaliges Geschenk machen“, sagt Becker. „Bereits in jungen Jahren in einem offenen und freien Europa zu verreisen, die unterschiedlichen Kulturen, Traditionen und Sprachen kennenzulernen, ist eine Bereicherung, von der die gesamte Gesellschaft profitieren kann und der Grund, warum gelebte Städtepartnerschaften sehr wertvoll sind.“

Krakau und Frankfurt pflegen seit 1991 eine Städtepartnerschaft. Gemeinsam mit dem Förderverein der Polnischen Schule Eschborn bei Frankfurt am Main haben sie 2019 einen einwöchigen Weihnachtskrippenworkshop in den Herbstferien in Krakau organisiert. Insgesamt 20 Kinder aus beiden Städten haben unter professioneller Anleitung eines Krakauer Krippenbauers eine „Frankfurt-Krakau-Krippe“ gebaut und diese Frankfurts polnischer Partnerstadt geschenkt. Die Krippe sieht wie eine traditionelle Krakauer Krippe aus, hat aber sehr viele Frankfurter Motive. So erinnert das Portal an den Frankfurter Römer, aber auch Goethe und der „Hammering Man“ sind unter anderem als Frankfurter Wahrzeichen vertreten.

Die Krakauer Krippe ist eigentlich eine traditionelle Weihnachtskrippe, die von Maurermeistern im Winter in aufwendiger Handarbeit aus Holz und Pappe gebaut und mit bunten Alufolien verziert wurden. Seit 1900 bauen viele Krakauer die bis zu zwei Meter hohen Kunstwerke. Seit 2018 zählen diese Krippen zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

„Das Projekt verbindet junge Menschen aus Europa. Die Frankfurter Kinder, die daran teilgenommen haben, erleben die unterschiedlichen Traditionen und verbinden sie mit ihrer Lebenswelt. Das zeigt die ‚Frankfurt-Krakau-Krippe’ eindrucksvoll. Die gelebte Städtepartnerschaft in Zusammenarbeit mit dem gesellschaftlichen Engagement des Vereins macht diesen Austausch möglich und lassen Europa weiter zusammenwachsen“, sagt Becker.

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