Bloodsucking Zombies From Outer Space lehren Frankfurt das Fürchten

Die Bühne wird zur Geisterbahn

Passend zu Halloween zelebrieren die BZFOS Schockrock-Horror-Punk vom Feinsten im Nachtleben. Foto: Hagemann

Innenstadt (sh) – „Der Tod, das muss ein Wiener sein“ heißt es in einem Lied von Georg Kreisler.

Der morbide Charme, den man der österreichischen Hauptstadt gerne nachsagt, wurde passend zu Halloween von den Bloodsucking Zombies From Outer Space – kurz: BZFOS – perfekt im Nachtleben zelebriert. Die fünf schaurigen Horrorbilly-Musiker aus der Walzerstadt verwandelten mit Hommagen an B-Horrorfilme die Bühne in eine Geisterbahn – sehr zum Vergnügen der teilweise monstermäßig verkleideten Zuschauer.

Mit „All these fiendish Things“ präsentierten die gut gelaunten Untoten in Frankfurt ihr mittlerweile zehntes Studioalbum. Ihr stilistischer Mix aus Psychobilly, Horrorpunk und Schockrock kann sich absolut hören lassen und lotet alle Facetten dieser temporeichen Musikrichtungen aus. Schon bei „Béla Kiss“ aus dem neuen Album – der Song erzählt die Geschichte eines ungarischen Serienmörders – kann kaum einer die Füße stillhalten. Kracher wie „Radio Active“, „Dr. Freudstein“ und „Shockrock Romance“ verbreiteten Tanzlaune.

Doch während des Pogens den Blick auch auf die Bühne zu richten, lohnt sich bei den BZFOS immer – nicht nur an Halloween. Ein süßes Werwolf-Baby im Kinderwagen und „Max the Taxidermist“ geben sich die Ehre und Frontmann Dead Richy Gein bringt ein fast drei Meter großes Monster zur Strecke, indem er ihm das Gehirn entnimmt. Das Monster trägt’s mit Fassung und spaziert ohne Schaltzentrale im Schädel in den Backstage-Bereich.

Es erweckt den Anschein, als seien die blutsaugenden Zombies bei Ur-Schockrocker Alice Cooper in die Lehre gegangen. Der Altmeister schmückte schon in den 70er-Jahren seine Konzerte mit theatralischen Gruselelementen. Eine Ehrerbietung an „the Coop“ hatten die BZFOS auch im Giftschrank: Ihre Version seines Hits „Poison“ wurde vom Publikum geradezu inhaliert. Auch die Ramones wurden von der Gruselband bedacht, es erklangen „Pet Sematary“ vom Horrorfilmsoundtrack zu „Friedhof der Kuscheltiere“ und der Song „Skull“ von den Misfits. Die BZFOS feierten mit Psychobilly-Band King Moroi als idealen Support Act mit ihren treuen und neuen Fans die perfekte Halloween-Party in der Innenstadt: Grusel mit Augenzwinkern, Musik mit Garantie zur Ausgelassenheit und ein gut aufgelegtes Team an der Nachtleben-Bar.

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