Eine saubere Rechnung

Bilanz des Umweltamtes: E-Autos sind nicht teurer als Verbrenner

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Die Bilanz des Umweltamtes: E-Autos sind nicht teurer als Verbrenner.

Gerade hat das Umweltamt drei neue Kastenwagen für die Abwasserüberwachung angeschafft: E-Fahrzeuge. Insgesamt 100. 000 Euro investiert das Amt in den Fuhrpark der Mitarbeiter, die das städtische Kanalnetz nach illegalen Einleitungen untersuchen.

Bockenheim – Eine Menge Geld, und dennoch ist sich Amtsleiter Peter Dommermuth sicher: „Diese Investition ist sinnvoll. Nicht nur unter ökologischen, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Denn die Parole, E-Autos sind gut für die Umwelt, aber teurer als Verbrenner‘ gilt so eindeutig nicht mehr. “.

Die Einschätzung hat einen konkreten Hintergrund: Seit sieben Jahren setzt das Umweltamt in der Abwasserüberwachung bereits elektrisch betriebene Fahrzeuge ein. Genügend Zeit also für belastbare Erfahrungswerte. Die liegen nun vor. Bis zu einem Preis von etwa 50 Cent pro Kilowattstunde sind die Stromkosten niedriger, als die derzeitigen Kosten für Benzin oder Diesel. Durch die im Vergleich zu den herkömmlichen Autos wesentlich geringeren Verschleißreparaturen kompensieren sich die zusätzlichen Kosten für Anschaffung und Batterie.

Im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr kommt ein konventionell angetriebenes Fahrzeug selten auf seine Betriebstemperatur. Stark erhöhter Verschleiß und Kraftstoffverbrauch sind die Folge. Auch die Leistung der Abgasreinigung ist verringert. All diese Nachteile hat ein Elektrofahrzeug nicht.

Frankfurt Bockenheim: Umweltamt schafft drei neue Kastenwagen für Abwasserüberwachung an

An einer Haushaltssteckdose lässt sich über Nacht Strom für etwa 200 Kilometer laden. Gerade im innerstädtischen Einsatz ist das häufig mehr als ausreichend. Dann erübrigt sich die Anschaffung einer teuren Ladestation. Auch muss das Auto nicht an oftmals teuren öffentlichen Ladestationen geladen werden, wo der Strom bis zu 70 Cent pro Kilowattstunde kostet. Eine herkömmliche Steckdose, möglichst an einem überdachten und für Unbefugte unzugänglichen Ort, reicht aus.

In der Gesamtbetrachtung bedeutet das: Rechnet man die Kosten für Abschreibung, Leasing, Verbrauch und Reparaturen zusammen, kann sich ein E-Auto bereits ab einer Jahresfahrleistung von 5000 Kilometern rechnen. „Unsere Erfahrungen könnten insbesondere für Handwerker und Lieferdienste interessant sein“, sagt Dommermuth. „Diese Unternehmen nutzen vielfach vergleichbare Autos mit ähnlichen Einsatzbedingungen.

Denen können wir die Umrüstung der Flotte auf E-Mobilität nur empfehlen. Im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr ist ein E-Auto wettbewerbsfähig.“ Im Umweltamt schreitet die Elektrifizierung des Fuhrparks jedenfalls weiter voran. Inzwischen fahren zehn der insgesamt 17 Dienstfahrzeuge emissionsfrei. An seinem Standort in der Galvanistraße 28 betreibt das Amt außerdem eine kostenlose Stromtankstelle für E-Autos.

(red)

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