Andere Kulturen kennenlernen

24. Afrikanisch-Karibisches Kulturfest im Rebstockpark

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Gemeinsam getrommelt wird beim Afrikanisch-Karibischen Kulturfest im Rebstockpark Frankfurt.

Bockenheim (red) – „Let’s get together and feel alright!“: Unter diesem Motto nach einem Lied von Bob Marley findet am 10. und 11. August zum 24. Mal im Rebstockpark das Afrikanisch-Karibische Kulturfest statt.

Für die Veranstalter, den Afrikanischen und Karibischen Kulturverein, steht im Vordergrund, Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenzubringen, um eine Möglichkeit zum Abbau von Vorurteilen und zur Vernetzung zu schaffen und so einen Beitrag zur Integration zu leisten. Außerdem solle ein Gegenwicht zum negativen Bild von Afrika geschaffen werden. Es gibt wieder Info-Stände afrikanischer Vereine, an denen sich interessierte Besucher über deren Entwicklungs-Projekte in Afrika und ihre Aktivitäten im Rhein-Main-Gebiet und in Deutschland informieren und dann auch bei deren Projekten einbringen können.

Ein Afrikanischer Markt bietet Kunsthandwerk, Stoffe, Kleider, Möbel, Musikinstrumente, CDs und DVDs, Spielzeug und vieles mehr. Auch können sich hier Besucher die Haare afrikanisch stylen lassen. An Essen und Getränken gibt es würzig duftende Köstlichkeiten der afrikanischen und karibischen Küche, Weine aus Südafrika sowie karibische Cocktails. Für Kinder gibt es die Hüpfburg „Giraffe Happy Hopsy“ und eine Soccer-Arena. Auf der Hauptbühne gibt es ein Live-Musik-Programm mit vielen Darbietungen. Los geht’s dabei am Samstag, 10. August, um 16 Uhr mit Songwriter und Rapper „Benedikt Alpha“ aus Frankfurt. Seine Lieder sind eine Mischung aus Hip-Hop-Texten, die mit ein paar R’n’B-Vibes gemischt werden. Weiter geht’s um 17 Uhr mit „Me Razor“ aus Nigeria. Sie will ihr Publikum mit Afrobeat, Pop, R’n’B/Soul und Reggae-Dancehall begeistern.

Es folgt um 18 Uhr das Orquesta Salsaborrr aus Puerto Rico. Die Band spielt alle gängigen Latino-Rhythmen wie Salsa, Merengue, Cumbia, Bachata, Reggaeton und vieles mehr. Um 20 Uhr beendet die ostafrikanische „Ngoma Afrika Band“ aus Tanzania den Abend mit mitreißender Kiswahili-Tanzmusik „Musika wa Dansi“. Am nächsten Tag – Sonntag, 11. August – geht’s zunächst mit einem Film weiter: Ab 15 Uhr wird der Dokumentarfilm „Barca ou Bassa (Barcelona oder Tod)“ von Peter Heller gezeigt. Er analysiert die Hintergründe und Ursachen der Abwanderung von einer kleinen Insel vor der Küste Senegals. Weiter geht’s um 16 Uhr mit Musik von „Norway“. Die Band ist bereits zum dritten Mal beim Festival zu Gast und spielt traditionelle eritreische Musik.

Sängerin „Nt’Cool“ aus Kamerun will die Menge ab 17.30 Uhr begeistern. Sie spielt moderne und traditionelle afrikanische Musik wie Makassi, Makossa, Ndombolo und Bensikin. Mit ihren Tänzerinnen zaubert sie eine heiße Bühnenshow an den Rebstock. Ab 18.30 Uhr ist dann die Band „Kaira Percu“ dran. Sie spielt traditionelle Musik aus Senegambia und selbst komponierte Stücke auf den unterschiedlichen Trommeln Westafrikas. Den letzten Auftritt des Abends macht der Afro-Reggae-Musiker „Black Prophet“ aus Ghana. Er gewann 2010 den European Reggae Contest und ist seitdem gefeierter Gast auf allen großen europäischen Reggae-Festivals. Im Zelt können Besucher aller Altersgruppen bei einer Disco mit DJs tanzen und feiern. Außerdem gibt es eine Filmvorführung mit Diskussion über ökologische, wirtschaftliche und geopolitische Fluchtgründe.

Das Kulturfest steht unter der Schirmherrschaft von Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung. Entsprechend des Mottos „Wir wollen mehr Solidarität wagen!“, grüßt sie die afrikanische und karibische Gemeinde in Rhein-Main sowie alle Menschen aus anderen Ländern und Kontinenten, die am Kulturfest teilnehmen.

Ein Tagesticket kostet fünf Euro, Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. Weitere Infos gibt’s auf www.afro-karibik.de.

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