Zahlreiche Gefechte beim 28. FTV-Jugendpokal

Zwei Vereine teilen sich den Pokal

In der Fabriksporthalle in Fechenheim wurden die Klingen gekreuzt: Beim Jugendturnier des FTV wurde auf sechs Bahnen gleichzeitig gefochten. Foto: p

Fechenheim (red) – Viele sportliche Jugendliche und junge Erwachsene waren mit Degen und Floretten, ihren Betreuern, Familien und Freunden auf dem Weg in die Fabriksporthalle an der Wächtersbacher Straße. Dort war das 28.

Jugendturnier des Frankfurter Turnvereins (FTV) im Fechten in den Waffengattungen Degen und Florett angesagt. Mit zahlreichen Gefechten.

Für die Teilnehmer aus Hessen ist das Turnier auch ein Ranglistenturnier. Auch Fechter der Eintracht Frankfurt, der TG Dörnigheim und vom Fechtclub Offenbach nahmen an dem Wettkampf teil. Für die aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und aus dem Ausland – Belgien, Frankreich, Bulgarien, Ungarn und der Slowakei – angereisten Teilnehmer war es ein Turnier, bei dem sie sich mit den anderen Fechtern messen, möglichst erfolgreich sein und weitere Erfahrung sammeln wollten.

In der Vorrunde endeten die Gefechte der mehr als 170 gemeldeten Teilnehmer, sobald einer der Kontrahenten fünf Treffer erzielt hatte. Spätestens aber nach drei Minuten. Sieger war dann der Führende. Ab der Zwischenrunde, einer K.O.–Runde, waren 15 Treffer erforderlich, wobei das Gefecht über maximal drei Mal drei Minuten gehen konnte mit je einer Minute Pause dazwischen. Nur wer seine Begegnungen gewann, konnte ins Halbfinale. Nervenstärke war da gefragt. Besonders, wenn man einmal in Rückstand geriet oder wenn es am Ende knapp wurde. Im Halbfinale standen die Entscheidungen an, wer schließlich in das Gefecht um Platz eins und zwei einziehen durfte.

Aus den eigenen Fechtreihen des FTV mit Chancen auf den Turniergewinn in ihrer Waffen- und Altersklasse dabei: Alessia De Angelis, Damen Degen U20: Sie erreichte in ihrem ersten Kampf der Vorrunde in letzter Sekunde ein 5:4 und handelte sich dafür die Kritik ihres Trainers Arkadi Miretski ein. Dann ließ sie ein 5:2, 5:1 und 5:3 folgen und war somit in der K.O.-Runde. Im ersten Gefecht drehte sie ein 4:8 noch in ein 15:12. Im nächsten Kampf erzielte sie nochmals ein 15:12 und erreichte somit das Halbfinale. Dort geriet sie früh in Rückstand. Außer der starken Gegnerin hatte sie auch damit zu kämpfen, dass im Degenfechten gleichzeitige Treffer beider Kontrahentinnen für jede einen Punkt bedeuten – und diese gab es in diesem Duell sehr häufig. Dies bedeutete: Kein Einzug in den Kampf um Platz eins und zwei und am Ende Platz drei.

Tassilo Ixkes, Herren Degen U20: Sein letzter Kampf in der Vorrunde ging über viele gleichzeitige Treffer bis zum 4:4, dann erzielte er das entscheidende 5:4. Den ersten K.O.-Kampf beendete er überzeugend mit 15:5. Im zweiten hatte er beim Stand von 9:7 einen Zwei-Punkte-Vorsprung, konnte diesen jedoch nicht verteidigen. Über Punkt und Gegenpunkt ging es dann bis zum 14:14. Den entscheidenden Punkt zum 14:15 erzielte dann sein Gegner, sodass er das Halbfinale nicht erreichte.

Der Wanderpreis, der FTV-Jugendpokal, für die beste Vereinsleistung oder auch Mannschaftsleistung ist Brauch bei diesem Turnier. Die Platzierungen der einzelnen Mitglieder eines Vereines werden dabei in Punkte umgewandelt.

Der Wanderpokal ist ein sehenswertes und begehrtes Schwert. Der bisher weitest entfernte Pokalgewinner war der TC Bonn. Ebenfalls einmal gewonnen hatte bisher der TFC Hanau. Je dreimal in Folge gewonnen hatte bisher der TC Offenbach und der UFC Frankfurt und ebenfalls der Heidenheimer SB. Dieser gewann in zusätzlich im vergangenen Jahr zum vierten Mal. Erstmals müssen sich den Pokal in diesem Jahr zwei Vereine teilen: Die Frankfurter Eintracht und die Dörnigheimer TG. Beide erreichten zehn Punkte und wurden dicht gefolgt vom TC Hanau.

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