Zusammenhalt stärken

Arbeitskreis Fechenheimer Vereine wählt neuen Vorstand

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Der neue Vorstand des Arbeitskreises Fechenheimer Vereine mit Christoph Scheich (Vierter von rechts) und Steffen Binder (Dritter von links) an der Spitze.

Fechenheim (sh) – Aufatmen bei der Jahreshauptversammlung des Arbeitskreises Fechenheimer Vereine: Nachdem sich niemand für die Ämter des Ersten und Zweiten Vorsitzenden beworben hatte, bangten die Mitglieder um die Zukunft dieser Institution.

Zur Erleichterung aller wurden innerhalb des Vorstands tatkräftige Akteure gefunden, die bereit waren, den Arbeitskreis weiterzuführen. Der bisherige Zweite Vorsitzende Christoph Scheich rückt nun an die Spitze und löst Benjamin Wiewiorra ab, der den Arbeitskreis Fechenheimer Vereine in den vergangenen sechs Jahren geleitet hat. Wiewiorra bleibt dem Arbeitskreis als Beirat erhalten. Das Amt des Zweiten Vorsitzenden übernimmt Steffen Binder. Er ist seit fünf Jahren als Beirat aktiv. Die beiden neuen Vorsitzenden wurden von der Jahreshauptversammlung einstimmig gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Jochen Böff (Kassierer), Daniel De Marco (Schriftführer), Marco Martins Ferreira (Vorsitzender des Beirats) sowie die Kassenprüfer Eva-Maria Wörner und Günter Nowacki. In den Beirat wurden neben Benjamin Wiewiorra Marion Berger und Fabian Große gewählt.

Der frisch gebackene Erste Vorsitzende steckte bei seinem Amtsantritt die Ziele des Arbeitskreises hinsichtlich der angeschlossenen Vereine ab. „Wir müssen uns zusammenraufen, Termine besser abstimmen, die Vereinsvorstände miteinander vernetzen und über Probleme sprechen. Mit einem guten Vorstandsteam wird das funktionieren. Wir müssen wieder zusammen stark werden und Fechenheim voranbringen“, sagte Scheich. Dem Arbeitskreis gehe es momentan wie vielen Vereinen: Es mangelt an „Mitmachern“, die anpacken oder Ämter übernehmen möchten. „Wir haben uns den Zusammenhalt im Stadtteil auf die Fahnen geschrieben, sind aber als der Verein zur Förderung der Stadtteilfeste in Fechenheim bekannt. Unter den Vereinen scheint es kein Netzwerk zu geben, man hilft sich untereinander nicht mehr“, bemängelte Scheich und stellte die Frage, ob man den Arbeitskreis überhaupt noch brauche. Doch die Mitglieder der Jahreshauptversammlung waren sich einig: Der Arbeitskreis Fechenheimer Vereine ist als Sprachrohr und Akteur im Stadtteil unverzichtbar. „Lasst euch nicht von denen, die alles negativ sehen, entmutigen“, riet Harry Hoppe, Ehrenvorsitzender des Kleingärtnervereins „Mainperle“, in dessen Vereinsheim die Versammlung stattfand.

Der Bericht des Vorstands war zugleich die Abschiedsrede des scheidenden Ersten Vorsitzenden Benjamin Wiewiorra, der die vergangenen sechs Jahre seiner Amtszeit Revue passieren ließ. Darin wurde noch einmal deutlich, dass die zunächst stark kritisierten Veränderungen, wie der Wegfall des Linnefests und der Umzug des Fischerfests von der „Langgass’“ auf den Linneplatz, die richtigen Entscheidungen waren. Durch die Reduzierungen konnten das „neue“ Fischerfest und der Weihnachtsmarkt gestärkt werden. Zudem bestehe die Möglichkeit, neue Veranstaltungen – wie die Fechenheimer Rocknacht – zu etablieren oder bei bestehenden Festen neue Höhepunkte zu setzen. Diese „Mammutaufgabe“ erfordere Geduld, Diplomatie und Ideen. Wiewiorra versprach, dem neuen Vorstand als Beirat zur Seite zu stehen.

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