Ortsbeirat 11 tagt am Montag im Riederwald

Zukunft des Familienzentrums und Erhalt der Linie 12

Der Ortsbeirat 11 bittet den Magistrat, einen Antrag des Ortsbeirats 4 abzulehnen. Das Gremium aus Bornheim/Ostend hatte angeregt, dass die Linie 12 künftig nicht mehr nach Fechenheim fahren soll. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Die erste Sitzung des Ortsbeirats 11 im neuen Jahr findet statt am Montag, 20. Januar, um 19. 30 Uhr im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist, Schäfflestraße 19 im Riederwald.

Alle interessierten Bürger sind eingeladen, an dieser öffentlichen Sitzung teilzunehmen.

Auf der Tagesordnung stehen Anträge der Fraktionen, über die das Gremium beraten und abstimmen wird, ob diese auf den Weg zum Magistrat gebracht werden. In einem gemeinsamen Antrag verleihen die Fraktionen der SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP ihrer Sorge um die Zukunft des Kinder- und Familienzentrums in der Pfortenstraße 44 Ausdruck. Das zu diesem Zentrum gehörende Haus der Familienbildung befindet sich im ehemaligen Pfarrhaus, das der Evangelische Regionalverband verkaufen will. „Da es die Stadt Frankfurt bis dato nicht kaufen möchte, könnte dies bei einem Verkauf an Dritte bedeuten, dass die wichtige Arbeit des Familienzentrums dort nicht mehr stattfinden kann. Diese Arbeit beinhaltet zum Beispiel stadtteiloffene Angebote für Familien und die stark nachgefragte Sozialberatung“, heißt es von den Fraktionen. Mit ihrem Antrag bitten sie den Magistrat, sich für den Erhalt des Kinder- und Familienzentrums einzusetzen.

Ein weiterer gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP befasst sich mit der Straßenbahnlinie 12. Ein Antrag des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend) aus der November-Sitzung sorgte beim Gremium für Unmut. In diesem Antrag bittet der Ortsbeirat 4 den Magistrat, zu prüfen, ob die Linie 12 ab dem Ratswegkreisel nach rechts in die Hanauer Landstraße einbiegen könne – also weg vom Fechenheimer Industriegebiet. Als Endhaltestelle schlägt der Ortsbeirat 4 die Grusonsraße oder Zoo vor. Als Begründung hieß es, dass Fechenheim ja bereits durch die Linie 11 bedient würde, das Ostend aber nicht gut an Bornheim angebunden sei. Der Ortsbeirat 11 will nun in der Januar-Sitzung einen Antrag auf den Weg bringen, in dem der Magistrat gebeten wird, den Antrag des Ortsbeirats 4 abzulehnen und die Linie 12 auf der bisherigen Strecke nach Fechenheim beizubehalten. „Der Magistrat kennt die Bemühungen des Ortsbeirats 11, die bisher unzureichenden ÖPNV-Verbindungen von und nach Fechenheim weiter auszubauen. Der Antrag aus dem Ortsbeirat 4 wirkt diesem Vorhaben kontraproduktiv entgegen“, sagen die Fraktionen des Ortsbeirats 11.

Die CDU setzt sich in einem Antrag für die Anbindung der Schule am Mainbogen an das Glasfasernetz ein. Die derzeitige Datenübertragungs-Geschwindigkeit des Internets an der Schule am Mainbogen sei nicht zeitgemäß, sagen die Christdemokraten.

Darüber hinaus wird das Gremium auch über eine ganze Reihe von Etat-Anträgen für den Doppelhaushalt 2020/21 abstimmen, ob diese auf den Weg zur Stadtverordnetenversammlung gebracht werden. Unter anderem möchte die SPD Mittel für eine sofortige Erweiterung und Sanierung der TSG-Halle eingestellt wissen. „Die Nutzbarkeit der Immobilie nähert sich dem wirtschaftlichen Ende. Ohne massive Investitionen ist an einen Fortbestand nicht zu denken. Für die Planung eines Neubaus oder für die Sanierung und Erweiterung der TSG-Halle sind entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen“, begründen die Sozialdemokraten ihren Etat-Antrag. Auch die Grünen haben einen Etat-Antrag für den langfristigen Erhalt und die Sicherung der TSG-Halle gestellt.

Die Grünen haben außerdem einen Etat-Antrag formuliert, in dem sie die Stadtverordnetenversammlung bitten, Geld für Planung und Bau eines Angebots für den Fuß- und Radverkehr an der Carl-Ulrich Brücke in den Haushalt einzustellen. „Die Mittel sollten in besonderem Maße auch dazu genutzt werden, die Situation für Fußgänger und Radfahrer gegenüber dem aktuellen Zustand deutlich zu verbessern und Gefahrenpotenziale zu beseitigen. Mit dem Neubau ist außerdem die Barrierefreiheit zu gewährleisten“, sagen die Grünen.

Des Weiteren möchten die Grünen, dass die notwendigen Mittel für den Erhalt oder die Wiederherstellung der Radfahrer- und Fußgängerbrücke über das Allessa-Gelände als Verbindung zwischen Fechenheim-Nord und -Süd in den Haushalt eingestellt werden.

Die FDP will die notwendigen Mittel für die Sanierung der Sporthalle der Schule am Mainbogen eingestellt wissen, während die Grünen einen Etat-Antrag für die Sanierung des Oberflächen-Belags der Helmut-Sittler-Promenade gestellt haben.

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