Verein Protagon lädt zur Winterwerft an die Orber Straße ein

Wild-poetische Blicke in die Abgründe

Visionsspinnerei: Das Antagon Theater Aktion widmet sich mit „Package“ dem modernen Büromenschen. Foto: p

Fechenheim (red) – Der Kulturverein Protagon veranstaltet vom 6. bis 16. Februar die Winterwerft auf dem hauseigenen Gelände an der Orber Straße 57 in Fechenheim.

„Die Winterwerft ist das Festival für Theater, das sich nicht scheut, vorherrschende Narrative unserer Zeit zu hinterfragen. Theater, das unerschrocken in die Abgründe dieser Zeit blickt und mit den Mitteln kreativer wie kritischer Auseinandersetzung auf Visionssuche geht“, erklärt der Verein. Der Titel des Festivals lautet: „Theater am Ende der Welt (wie wir sie kennen . . . )“.

Das zehntägige Festival, das der Kulturverein Protagon zum dritten Mal ausrichtet, gibt Kunst und Theater Raum, der unerschrocken Einblicke in die Abgründe dieser Gegenwart gewährt. Die Winterwerft erkundet Wege, Möglichkeiten und Räume für Trauer, Wut und Verzweiflung. Vor allem aber werden Ideen und Visionen auf dem Festival künstlerisch verhandelt, wie kritisch, kreativ, fantasievoll und partizipativ mit den Krisen, den Gefahren, den Herausforderungen und den Chancen dieser Gegenwart umgegangen werden könnte.

Zu den Höhepunkten des Festivals gehören „Shrimp Dance“, eine Performance mit Paul Micheal Henry, am Freitag. 7., und Samstag, 8. Februar. „Shrimp Dance“ verschmilzt Butoh Tanz mit Livemusik und Videokunst. Ein hypnotisches Tanzdrama über gewaltige Themen wie ökologische Krise, geistige Gesundheit und Konsum. „Der Schotte Paul Micheal Henry gehört zu den spannendsten Performance-Künstlern in Europa und hat sich die Erforschung zivilisationsbedingter Traumata zur künstlerischen Mission gemacht“, erklärt der Verein.

„Through the Hexenring“, eine Performance von Sara MacFarland und Katja Wehe am Sonntag, 9., und am Donnerstag, 13. Februar, ist eine rituelle Geschichtenerzählung der Frau Holle mit Musik und visueller Raumgestaltung.

„Package“, ein Stück von Antagon Theater Aktion, am Freitag, 14. Februar, ist eine wild-poetische Meditation über den modernen Büromenschen und seine Hoffnungen und Abgründe.

Zu den Höhepunkten des Workshop-Programms gehören „Wilde Sprache“ am Samstag, 8. Februar, mit Corinna Schwemer und Sara McFarland. Beide sind Sprachkünstlerinnen und Wildnismentorinnen. Zu ihren Werkzeugen zählen unter anderem Poesie, Mythos und Ritual. An diesem Abend geht es mit wilder Poesie und Geschichten auf die Reise zu den Geheimnissen von Natur, Sprache und Seele.

„The Dreaming Body“ von Montag, 10., bis Mittwoch, 12. Februar, mit Paul Micheal Henry, ist ein dreitägiger Performance-Workshop, der mithilfe der Butoh-Methode ein neues Körperbewusstsein ermöglicht. Das vollständige Programm und weitere Informationen gibt es unter www.winterwerft.de.

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