Stadt sieht Ersatzneubau für Cassellabrücke vor

Viele Punkte sind noch zu klären

Die marode Cassellabrücke bleibt gesperrt. Ein Ersatzneubau dauert noch und eine Übergangslösung gibt es nicht. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Die Nutzer der Fußgänger- und Radfahrerbrücke, die über das Werksgelände von Cassella führt, müssen sich weiter gedulden. Zwar soll es eine neue Brücke geben, aber bis es soweit ist, werden noch einige Jahre vergehen.

„Der Magistrat hat den Auftrag, die Verbindung von Fechenheim-Süd zur Cassellastraße über das Industriegelände langfristig zu sichern“, erklärt Michael Wejwoda vom Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) im Bezug auf einen Neubau der Cassellabrücke. Dies beinhalte eine bauliche Lösung, mit der sowohl das Wohngebiet im Süden als auch die Hanauer Landstraße im Norden barrierefrei angebunden werden. „Dazu gehört auch, dass die Überführung im Zuge der Planfeststellung zur Nordmainischen S-Bahn so geplant wird, dass ein Anschluss des Steges von Süden her baulich möglich ist“, heißt es vom ASE. Somit könnte die neue Brücke dann mit der künftigen S-Bahnstation verbunden werden.

Die Stadt Frankfurt hat den Ersatzneubau für die marode Cassellabrücke in ihr Brückenbauprogramm aufgenommen. „Dort haben wir vorsorglich zwölf Millionen Euro für einen Ersatzneubau ab 2024 eingestellt; dies bedeutet nicht, dass die neue Brücke 2024 fertiggestellt sein wird. Die Höhe der Mittel beruht auf Erfahrungswerten aus anderen Bauprojekten“, sagt Wejwoda.

Ein Termin für die Abbrucharbeiten existiere noch nicht. „Wir befinden uns zurzeit in der Grundlagenermittlung, das bedeutet, dass wir noch nicht mit der Vorplanung zum Brückenneubau begonnen haben“, sagt Wejwoda. Es gebe viele Punkte, die noch vorab geklärt werden müssen. Zum Beispiel die Seveso-III-Richtlinie, oder auch Störfall-Richtlinie, da die Brücke über einen Betrieb führt, auf dem sich als gefährlich eingestufte Stoffe befinden. „Auch der Grunderwerb an der Cassellastraße steht bei der Grundlagenermittlung im Fokus. Wenn diese Fragen geklärt sind, befassen wir uns im Detail damit, wie die neue Brücke konstruiert, aussehen und beschaffen sein soll“, sagt Wejwoda. Eine Übergangslösung für die Zeit bis die neue Brücke gebaut ist, sei aufgrund der schwierigen Platz- und Eigentumsverhältnisse nicht möglich, heißt es vom ASE.

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