Die Kommunikation verbessern

Verein Zukunft Fechenheim beschäftigt sich mit der Müll-Problematik im Stadtteil

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Illegal entsorgter Müll am Straßenrand: Der Verein Zukunft Fechenheim befasst sich mit einem Dauerbrennerthema.

Illegal entsorgter Bauschutt auf Grünflächen, wilder Sperrmüll, verdreckte Hausecken und Hundekot auf den Straßen – über derartige Verschmutzungen ärgern sich die Fechenheimer.

Fechenheim – Der Verein Zukunft Fechenheim will das Dauerbrenner-Thema der Vermüllung angehen und erarbeitete beim vergangenen Arbeitstreffen Ideen dazu.

Den Ersten Vorsitzenden des Vereins Armin Burger-Adler beeindruckte, wie stark das Thema Müll in den Köpfen von jungen Menschen präsent ist. Das hatte er bei einem zurückliegenden Termin an der Schule am Mainbogen erlebt. „Das hat mich überrascht und nachdenklich gemacht“, sagte der Vorsitzende. Das Ergebnis des Nachdenkens: „Bei den Kindern und Jugendlichen müssen wir ansetzen, wenn wir das Thema Müll mit nachhaltigem Erfolg angehen wollen.“ Denkbar seien „Müllpaten“: Schüler, die im Klassenverband zum Beispiel Spielplätze sauber halten. 

Quartiersmanagerin Leonore Vogt hat da schon gute Erfahrungen gemacht: „Kinder und Jugendliche machen bei solchen Aktionen total gerne mit.“ Ein weiterer Baustein wäre laut Burger-Adler auch, dass Schulklassen Orte besuchen, an denen sie sehen, was mit dem Unrat passiert, nachdem er in der Abfalltonne gelandet ist. Auch im Unterricht sollten Themen wie Müll und Müllvermeidung eingebunden werden, fand der stellvertretende Vereinsvorsitzende Joachim Werner. Wichtig ist dem Verein, dass statt einmaliger Aktionen etwas Kontinuierliches geschaffen wird. Zukunft Fechenheim und das Quartiersmanagement wollen nun Kontakt zu den Schulen aufnehmen, um die Anregungen vorzustellen.

Frankfurt Fechenheim: Verein ärgert sich über die Vermüllung im Stadtteil

Ein wesentlicher Faktor bei dem Ziel, die Situation in Fechenheim nachhaltig zu verbessern, sei die Kommunikation, sagte Burger-Adler. „Es werden mehr Ansprechpartner im Stadtteil benötigt, um Dinge zu koordinieren“, merkte er an. Der Verein selbst könne dies allerdings nicht stemmen, da dieser noch viele weitere Themen betreut.

Ein großes Problem sei der Sperrmüll in Wohnsiedlungen, die von Wohnungsbaugesellschaften wie Vonovia oder der Nassauischen Heimstätte betreut werden. Dort gebe es zwölf feste Abholtermine im Jahr, die aber – beispielsweise bei einem Umzug – nicht immer zum Bedarf der Mieter passen. Zudem fallen die Aushänge in den Häusern mit den entsprechenden Terminen nicht direkt ins Auge. Zudem seien sie nicht selbsterklärend, was für Mieter, die nicht gut deutsch sprechen, problematisch sei. So würde es häufig aus Unwissenheit zu unschönen Sperrmüllhaufen am Straßenrand kommen. Der Verein will mit den Wohnungsbaugesellschaften, der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH sowie mit der Stabsstelle Sauberes Frankfurt sprechen, wie man die Informationspolitik verbessern könnte.

Frankfurt Fechenheim: Verein will „Clean City App“ vorstellen

Des Weiteren will Zukunft Fechenheim eine App für das Smartphone mit dem Namen „Clean City App“ vorstellen, mit der Bürger Fotos von Müllablagerungen sowie Verschmutzungen aufnehmen und absenden können. Im Hintergrund der App arbeitet eine lernfähige „Künstliche Intelligenz“ (KI), die mittels Bilderkennung den Vorgang direkt an die entsprechende Zuständigkeit weiterleitet. Die App soll laut Burger-Adler einfach zu bedienen sein und mit modernster Technologie arbeiten. Anders als der bereits vorhandene allgemeine „Mängelmelder“ der Stadt Frankfurt soll die „Clean City App“ auf Verschmutzungen spezialisiert sein und durch die KI Vorgänge schneller auf den Weg bringen können. „Die Stadt Frankfurt muss da natürlich mitspielen“, sagte Burger-Adler. Mehr über Zukunft Fechenheim gibt es unter vereinzukunftfechen heim.wordpress.com/.

Für Samstag, 21. März, lädt das Quartiersmanagement zum Fechenheimer Frühjahrsputz, einer gemeinschaftlichen Müllsammelaktion, ein. Treffpunkt ist vorm Kinderzentrum, Alt-Fechenheim 112. Die Aktion dauert von 10.30 bis 13 Uhr.

(sh)

Zum zweiten öffentlichen Treffen, zu dem der Verein Zukunft Fechenheim wegen der Mängel am Bahnhof Mainkur eingeladen hatte, waren rund zwei Dutzend Teilnehmer im Bahnhofsgebäude in Fechenheim erschienen.

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