Themenabend zu Erkältung bei der BKK-VBU

Mit Pflanzenkraft gegen Bazillen und Viren

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Unter der Anleitung von Tanja Steeg (rechts) mischen die Teilnehmer ätherische Öle. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Passend zur Jahreszeit hat die in Fechenheim ansässige Krankenkasse BKK-VBU zu einem Gesundheitsworkshop in den Mainkurbahnhof eingeladen, der unter dem Titel „Erkältung? Keine Chance!“ stand.

Die ärztlich geprüfte Gesundheitsberaterin Tanja Steeg erklärte anschaulich, wie man sich mit Hilfe von ätherischen Ölen Krankheitserreger vom Leib halten kann.

Seit rund sechs Jahren arbeite sie mit ätherischen Ölen und sei seitdem von Infektionskrankheiten verschont geblieben, berichtete Steeg. Und das, obwohl sie an der Autoimmunkrankheit Typ-1-Diabetes leidet. Überzeugt von den Heilkräften der Pflanzen ließ sich die gelernte Betriebswirtin zur ärztlich geprüften Gesundheitsberaterin ausbilden und teilt seitdem ihr Wissen leidenschaftlich gerne mit anderen.

„Ätherische Öle sind wirkungsvoller als jedes Antibiotikum und bekommen selbst multiresistente Keime in den Griff“, sagte die Referentin. Heilpflanzen seien bereits 3000 Jahre vor Christus eingesetzt worden. Heute spricht man von Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde. Gearbeitet wird mit der Essenz von Pflanzen, mit Zubereitungen wie Tees und Tinkturen oder eben der mit Sonderform: Ätherische Öle.

Die Fachfrau umriss kurz den Verlauf einer Erkältung, die bakteriell oder durch Viren verursacht werden kann und ließ dabei Fläschchen 100 Prozent naturreiner Öle von Pfefferminz, Eukalyptus, Lemongras, Thymian und Niaouli rumgehen, an denen die Teilnehmer schnuppern durften. Genau diese fünf Öle waren es dann auch, die die Teilnehmer im Workshop nach Anleitung in ein Fläschchen mit Jojobaöl als Trägeröl hineingeben und mischen durften. Reibt man mit ein paar Tropfen dieser Mixtur bei einer beginnenden Erkältung Nase und Lymphknoten am Hals vor dem Schlafengehen ein, würde das unmittelbar helfen, während Medikamente, die geschluckt werden, erst über Magen, Darm, Leber und Herz in den Blutkreislauf gelangen. Somit dauere es viel länger, bis die Wirkung eintritt, sagte Steeg. Doch nicht nur gegen Erkältung sei ein Kraut gewachsen, erklärte die Referentin: Lavendelöl zum Beispiel helfe bei Wunden und leite sofort einen Heilungsprozess ein.

Auch von der aufwendigen Herstellung von ätherischen Ölen durch Wasserdampfdestillation berichtete Steeg. „Für einen Liter ätherisches Melissenöl benötigt man sechs bis acht Tonnen Melissenblätter“, erklärte die Gesundheitsberaterin.

Auch skeptische Stimmen fanden beim Themenabend Gehör. „Wenn die ätherischen Öle so gut helfen, warum werden sie dann nicht in Krankenhäusern eingesetzt?“, wollte ein Teilnehmer wissen. Weil die Pharmazie daran nichts verdiene, denn Heilpflanzen ließen sich nicht nachahmen und nicht patentieren, lautete die Antwort der Referentin.

Jochen Hirchenhein, Referent für regionales Marketing bei der BKK-VBU, freute sich über die gute Beteiligung an den Infoabenden der Krankenkasse. „Das ist Ansporn für uns, auch in Zukunft solche Veranstaltungen anzubieten“, sagte er.

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