Sängerin Fee begeistert

Vom Tanzen im Dunkeln zur verflossenen Liebe

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Sängerin Fee beeindruckte mit einer großen musikalischen Bandbreite.

Fechenheim (eis) – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Coffee, Cake & Rock’n’Roll“ trat die Frankfurter Singer/Songwriterin Fee in der Bäckerei Ewald auf.

Die ehemalige Backstube war gut gefüllt, als die zierlich wirkende Sängerin zur Gitarre griff und mit ihrer kraftvollen, wohlklingenden Stimme das Publikum begeisterte. Vor einem Jahr sei sie bereits schon einmal dort aufgetreten, sagte Fee zur Einstimmung, danach habe sie eine lange Babypause eingelegt. Nun sei sie froh, dass sie auch wieder einmal etwas anderes als „La-Le-Lu“ singen könne, scherzte die junge Sängerin. Sie begann ihr Konzert mit dem Titel „Dancing In The Dark“ von Bruce Springsteen. Dieses Lied passe gut zu ihrer momentanen Situation, erklärte Fee, denn vor einigen Monaten sei sie in eine fremde Stadt gezogen, wo sie kaum jemanden kenne. Ihrem Vortrag war die Leidenschaft für die Musik deutlich anzumerken und schnell nickten im Publikum Köpfe im Takt und wippten die Füße mit.

Dabei bot die junge Musikerin eine große musikalische Bandbreite und bot Akustik-Versionen auch von Stücken, die im Original ganz anderen Musikstilen zuzuordnen sind.

Neben Cover-Versionen unter anderem von Tina Dicos „Count To Ten“, Dolly Partons „Jolene“ oder „Don’t Be So Shy” von Imany hatte Fee auch vier eigene Stücke mitgebracht. Zwei davon waren auf Englisch, die anderen beiden mit deutschem Text. Inspiriert waren die Lieder vor allem von einer verflossenen Liebe („Cool“, „Nie mehr“, „Jekyll & Hyde“) aber auch von der Naivität, die die Liebe mit sich bringt („Call On Me“). Nach einer kurzen Pause gab es dann ein kleines Duett: Ein junges Mädchen aus dem Publikum gesellte sich für den Song „Hallelujah“ von Leonard Cohen zu Fee ans Mikrofon. Sie beide hätten den Song schon einmal bei einer Hochzeitsfeier gesungen, sagte die Sängerin.

Die weiteren Songs, unter anderem von Fees Vorbild Amy MacDonald, von Linkin Park, Taylor Momsen, den Cranberries und „Nothing Else Matters“ von Metallica bestritt die junge Musikerin dann wieder alleine mit ihrer Gitarre. Zwischen den Stücken und auch am Ende des 90-minütigen Auftritts gab es kräftigen Beifall des Publikums, dem die Darbietung sehr gefallen hatte. Im Anschluss gab dann die diesmal nur zweiköpfige Fechenheimer Sessionband Rhythm-and-Blues-Variationen auf Akustik- und E-Gitarre zum Besten. Der Versuch, das Publikum zur Unterstützung im rhythmischen Bereich zu bewegen, gelang aber leider nur bedingt. Dennoch gab es auch da einen kräftigen Applaus für die Musiker.

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