Neuer Baustein für den Klimaschutz in Fechenheim-Nord

Start frei für „Grünes Kraftwerk“

Rosemarie Heilig, Stephan Berger, Stella Schulz-Nurtsch von FFN und Markus Frank nehmen das „Grüne Kraftwerk“ in Betrieb. Foto: Salome Roessler/p

Fechenheim (red) – Den Startschuss für den neuen Klimaschutz-Baustein gaben Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU).

Sie nahmen das „Grüne Kraftwerk“ symbolisch auf dem Gelände der Carl Friederichs GmbH, die seit Anfang des Jahres mit einer neuen Fotovoltaik-Anlage zum grünen Kraftwerk beiträgt, in Betrieb.

Die Idee des „Grünen Kraftwerks“ wurde vom städtischen Kooperationsprojekt „Nachhaltiges Gewerbegebiet“, zu dem die Wirtschaftsförderung Frankfurt, das Energiereferat und das Stadtplanungsamt zählen, zusammen mit der Standortinitiative FFN und der WJF Ingenieursgesellschaft entwickelt.

Das „Grüne Kraftwerk“ soll der regenerativen Energieerzeugung im Nachhaltigen Gewerbegebiet einen weiteren Schub verleihen. Ziel ist es, dass die derzeitig installierte Leistung in Höhe von rund 1,4 Megawatt Peak (MWp) bis 2025 verdoppelt wird. Aktuell sind bereits rund 15 Fotovoltaik-Anlagen im Gebiet installiert.

Aber auch andere regenerative Energieerzeugungsmethoden finden sich im neuen fiktiven Kraftwerk, beispielsweise Blockheizkraftwerke. „Im gewerblichen Sektor steigt leider immer noch der Energieverbrauch“, sagte Heilig. „Umso wichtiger wird die Erzeugung von Fotovoltaik-Strom für die Erreichung unserer Klimaschutzziele.“

Stadtrat Frank ergänzt: „Die Umsetzung zeigt, dass unser umfangreiches Engagement vor Ort bereits eigenständige Projekte anstoßen konnte. Dadurch erzeugt das Pilotprojekt Nachhaltiges Gewerbegebiet einen immer größeren Mehrwert für die Unternehmen sowie für die gesamte Stadt und schafft gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal, welches bundesweite Beachtung findet.“

Das Energiereferat bietet den Unternehmen des Gewerbegebiets eine kostenlose Fotovoltaik-Beratung an, welche in Kooperation mit der WJF Ingenieursgesellschaft aus Fechenheim-Nord erfolgt. Die Carl Friederichs hat Anfang 2019 eine neue Fotovoltaik-Anlage installiert und nutzt den so generierten Strom für die eigene Produktion. „Unsere neue Anlage bietet uns ökonomische und ökologische Vorteile“, sagt Stephan Berger, Geschäftsführer der Carl Friederichs. „Daher sind wir gerne bereit, unseren Beitrag zum ,Grünen Kraftwerk’ für unser Gewerbegebiet und unsere Stadt zu leisten.“

Das Projekt „Nachhaltiges Gewerbegebiet“ wurde Ende 2017 mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren ins Leben gerufen. Ziel ist die nachhaltige Gestaltung des Gebiets zusammen mit den Unternehmen vor Ort. Dazu haben ein Standort- und ein Klimaschutzmanager die im Mai 2018 erfolgte Gründung der Standortinitiative FFN (Frankfurter Osten nachhaltig) begleitet, die inzwischen 38 Mitglieder hat und für eine Fortsetzung der Nachhaltigkeitsaktionen auch über die fünf Jahre hinaus mit Sorge tragen wird.

Die Stadt Frankfurt verfolgt als Masterplan-Kommune das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Gesamtenergieverbrauch auf dem Gemeindegebiet zu halbieren und den verbleibenden Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken, weitestgehend aus dem Stadtgebiet, der Region und dem Land Hessen. Zeitgleich sollen die Treibhausgasemissionen um rund 95 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 gesenkt werden. Weitere Informationen zur Standortinitiative gibt es unter www.frankfurter-osten.de.

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