Stadtteilgespräch zu Chemiestandorten

Verein stellt Fragen zu Industriestandort

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Der Verein „Zukunft Fechenheim“ beschäftigt sich unter anderem mit dem Braunkohlestaubkraftwerk auf dem Cassella-Gelände. Foto: sh

Fechenheim (red) – Der Verein „Zukunft Fechenheim“ setzt sich auf drei Veranstaltungen mit Zukunftsfragen des Stadtteils auseinander. „Abgehängt ist ein oft benutztes Wort, wenn es um die Beschreibung von Fechenheim heute geht.

Das gilt auch für das Thema Umweltschutz“, sagt der Vereinsvorsitzende Armin Burger-Adler. Nach den Themen ÖPNV und Bürgerzentrum steht am Dienstag, 15. Oktober, um 19. 30 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Begegnungs- und Servicezentrum des Frankfurter Verbands, Alt-Fechenheim 89, die Frage der Weiterentwicklung des Industriestandorts Fechenheim an.

Während in Fechenheims Norden das Gewerbegebiet in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz mit einem von der Stadt unterstützten Programm entwickelt wird, sehe es auf dem ehemaligen Cassella-Gelände anders aus. „Tonnen von Bahnschwellen, also Sondermüll, lagern im Freien. Das Braunkohlestaubkraftwerk mit seinem Ausstoß von Kohlendioxid, Feinstaub und Quecksilber hat nicht gerade zur Attraktivität unseres Stadtteils beigetragen. Nun will sich ein Recycling-Unternehmen ansiedeln. Wieder ein Störfallbetrieb, der der Seveso-Richtlinie unterliegt. Das heißt unter anderem, noch mehr Gefahrguttransporter. Es ist Zeit, über die längerfristigen Perspektiven des Stadtorts zu beraten. Wir haben Vertreter unterschiedlicher Unternehmen des Industrieparks eingeladen“, führt Burger-Adler aus und lädt alle Interessierten zum genannten Stadtteilgespräch ein.

„Wir brauchen einen nachhaltigen Ansatz in der Industriepolitik für Frankfurt, der nicht im Bau neuer Braunkohlestaubkraftwerke mündet. Brauchen wir in Zukunft noch drei Chemiestandorte in Frankfurt, die wir weiterentwickeln wollen?

Welches sind die möglichen und sinnvollen Alternativen?“, stellt Burger-Adler die Fragen vor, die am 15. Oktober diskutiert werden sollen.

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