Infoabend der BKK-VBU zum Thema Handystress und Spielesucht

Vom richtigen Umgang mit sozialen Medien

Der Marketingleiter der Krankenkasse, Jochen Hirchenhein (rechts), begrüßt den Referenten Jörg Astheimer und das Publikum. Foto: zjs

Fechenheim (zjs) – Die Krankenkasse BKK-VBU hatte in den historischen Bahnhof Mainkur in Fechenheim geladen, denn dort stand ein Vortrag auf dem Programm, der die Gemüter spaltet: Die Verwendung von Smartphones und Tablets bei Kindern und Jugendlichen.

Als Referent war der Medienwissenschaftler Jörg Astheimer zu Gast, der pro Jahr ungefähr 80-90 Workshops mit Kindern in der Grundschule der dritten und vierten Klasse hält.

Begrüßt wurden er und die Gäste von Jochen Hirchenhein, Referent für regionales Marketing bei der BKK-VBU. Astheimer begann gleich mit einem erstaunlichen Sachverhalt: „Seit geraumer Zeit werde ich aber auch schon in Kitas eingeladen, um dort für den maßvollen Umgang mit Smartphone und Internet zu sensibilisieren.“ Unter den Zuhörern im Bahnhof waren Jugendliche und Erwachsene, die mit ihren Erfahrungswerten den Inhalt des Vortrags bestätigten, immer wieder ermutigt durch die Fragen des Referenten an sein aufmerksames Publikum.

Es ging nicht darum, die moderne Technik zu verteufeln, sondern sich den Umgang damit bewusst zu machen. Das beginne bei der Mutter, die beim Stillen ihres Säuglings surft oder den Kinderwagen durch den Park schiebt, während sie nur das Smartphone im Blick hat. Die Kinder würden in die Kitas gebracht oder von dort abgeholt, während der Erwachsene schon das Telefon in der Hand hält, um gleich die nächsten wichtigen Termine zu vereinbaren.

„Kinder ab zwei Jahren besitzen die Fingerfertigkeit ein Tablet oder Smartphone zu bedienen“, berichtete der Referent. Dabei sei die Bewegung auf dem Bildschirm ausschlaggebend. „Youtube ist kein Babysitter“, brachte es Astheimer auf den Punkt. Damit Kinder später nicht der Computerspielsucht verfallen, ist eine Beschränkung der Mediennutzung das wichtigste Mittel. Auch sollten Eltern daran denken, dass ein elektronisches Gerät keine Freundschaften, Hobbys der Abenteuer ersetzen kann, ganz abgesehen von der mangelnden Bewegung. Selbst Kinder wünschen sich, dass die Eltern sich mehr mit ihnen beschäftigen und sind klar für Regeln: Medienfreies Essen, keine Nutzung bei den Hausaufgaben, handyfreie Stunden, Tage und Ausflüge. „Die Verwendung bei den Kindern indes hängt vom Alter und Geschlecht ab, denn die Jungs sind meist technikaffin, während die Mädchen eher spielen wollen“, sagte Astheimer.

Am 25. September veranstaltet die BKK-VBU einen Gesundheits-Workshop im Mainkurbahnhof. Dann lautet das Thema: „Erkältung? Keine Chance!“ Zu Gast ist die Gesundheitsberaterin Tanja Steeg. Sie zeigt Möglichkeiten der Naturheilkunde auf, sich vor einer nervigen Erkältung zu schützen. Mit „Erste Hilfe für Kids“ geht es dann am 16. Oktober im Jade-Haus, Hanauer Landstraße 523, weiter.

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