Herz-Jesu-Gemeinde verabschiedet Gemeindereferentin Luzia Goihl in den Ruhestand

Es regnet Herzen voller guter Wünsche

Gemeindereferentin Luzia Goihl bekam zum Abschied in den Ruhestand einen herzigen Schirm von den Messdienern. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Zum Fest der „Heiligen Familie“ wurde in der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde in Fechenheim ein Mitglied der Herz-Jesu-Familie in den Ruhestand verabschiedet: Für die scheidende Gemeindereferentin Luzia Goihl gab es aus der Gemeinde nach dem Gottesdienst reichlich kreative Darbietungen zum Abschied.

.

Für Pfarrer Markus Schmidt, leitender Priester der Pfarrei St. Josef, zu der die Fechenheimer Herz-Jesu-Gemeinde gehört, war es eine Premiere, eine pastorale Mitarbeiterin zu verabschieden. 42 Jahre war Luzia Goihl als Gemeindereferentin tätig. „Es gab Höhen und Tiefen, Durststrecken und Erfolge“, sagte Goihl. Aber man sei immer auf Augenhöhe unterwegs gewesen, fasste sie zusammen. Viele Aufgabenbereiche hingen ihr sehr am Herzen, beispielsweise die liturgischen Nächte, die Kinderfreizeiten und der Religionsunterricht. Ihre seelsorgerischen Tätigkeiten reichten „von der Wiege bis zur Bahre“. Sie bedankte sich bei ihren Kollegen, ein großes Lob ging dabei an alle Ehrenamtlichen. „Danke für ein treues Miteinander. Ich wurde gehalten, getragen, herausgefordert und ermutigt – von Kollegen, diversen Chefs, meinem Mann und meinen Söhnen. Danke! Mehr geht nicht“, sagte Goihl bewegt.

Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst zum Thema „Familie“ bedankte sich Pfarrer Markus Schmidt für ihr Wirken in Fechenheim. Denn auch das Zusammenleben in einer Familie stelle so manchen vor Herausforderungen, doch es sei die innere Haltung, die das Miteinander bestimme, hieß es im Gottesdienst. Und: Wenn es im Kleinen stimmt, kann auch der Friede gelingen. An „Familienmitglied“ Luzia Goihl gewandt sagte Pfarrer Schmidt: „Danke für Deine Dienste ganz im Sinne der Heiligen Luzia, der Lichtbringerin. Heute sagen wir: Vergelt’s Gott, Adieu und Gott befohlen, aber wir wissen sie immer in unserer Mitte.“ Denn auch in ihrem Ruhestand will Goihl aktives Gemeindemitglied bleiben.

Beim anschließenden Beisammensein im Gemeindezentrum ergriffen viele die Gelegenheit, sich zu bedanken. Der Pfarrgemeinderat sprach von Luzia Goihl als „Steuerfrau des Schiffs, das sich Gemeinde nennt“ und resümierte: „Wir haben bei ihr gleich erkannt: Da ist eine Frau, die hat einen Plan und eine Richtung und möchte die auch so durchsetzen. Schön, dass sie an ihre Arbeit mit so klaren Vorstellungen herangegangen ist.“ Mit einer eigenen Version des Lieds „An der Nordseeküste“ bedankte sich der Pfarrgemeinderat.

Auch der Ortsausschuss fand reichlich lobende Worte und hatte ein Buch mit vielen Fotografien, die Stationen ihrer Gemeindetätigkeiten zeigen, angelegt. Die für die scheidende Gemeindereferentin eigens verfassten Litanei enthielt viele gute Wünsche für den neuen Lebensabschnitt.

Einen ganzen Schirm voller guter Wünsche gab es von den Messdienern. Diese hatten sie auf bunte Papier-Herzen geschrieben und an die Metallstreben des Schirms gehängt.

Poppig wurde es mit dem Auftritt von Rainer Petrak, Pfarrer im Ruhestand und einer von Luzia Goihls Chefs. Er verblüffte die Gemeindemitglieder mit einer flotten Gesangseinlage. Für seinen Beitrag zu Ehren seiner ehemaligen Mitarbeiterin hielt die Melodie des Songs „Mexico“ der Les Humphries Singers her.

Auch Arne Zick, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Fechenheim, war zum Adieu-Sagen gekommen. „Ich habe Luzai Goihl von Anfang an auf Augenhöhe erlebt – als Kollegin“, sagte er. Er lobte die ökumenische Zusammenarbeit und freute sich, dass sie immer mit Leib und Seele bei der Sache gewesen sei, geradlinig und direkt, dazu noch bescheiden und auf die Menschen konzentriert. Zick überreichte Goihl einen feingliedrigen, ausklappbaren Stern von Bethlehem, gefertigt in einer Fechenheimer Drechslerei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare