Nach 31 Jahren

Pfarrer Wilfried Steller sagt „À Dieu“

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Pfarrer Wilfried Steller geht in den Ruhestand.

Fechenheim (red) –Pfarrer Wilfried Steller sagt offiziell der Evangelischen Kirchengemeinde Fechenheim „À Dieu! Gott befohlen“: Oliver Albrecht, Propst für Rhein-Main, verabschiedet ihn am Sonntag, 10.

Februar, um 14 Uhr im Rahmen eines Gottesdiensts in der Melanchthonkirche, Pfortenstraße 4, in den Ruhestand. Mit seiner Frau Lieve Van den Ameele, die zuletzt auch Pfarrerin in Fechenheim war, aber vor einem Jahr in Bad Ems eine Gemeinde übernommen hat, wird der Theologe zukünftig an der Lahn wohnen. Im Bahnhofsviertel und in Bonames verbrachte Wilfried Steller, ein „Försterkind“ aus einem oberhessischen Dorf, die ersten Jahre seiner beruflichen Tätigkeit in Frankfurt. 31 Jahre sind es insgesamt in Fechenheim geworden. Die Fusion der dortigen Glaubens- und der Melanchthongemeinde habe Kraft gekostet, zunehmende Verwaltungsaufgaben im Allgemeinen empfand er durchaus als Bürde, sagt Steller resümierend. Und doch bleibt auch das Fazit: „In Fechenheim, das in der Entfernung von der Innenstadt ein wenig von einem gallischen Dorf hat, war ich sehr gerne Pfarrer.“

Steller hat auf vielerlei Weise über die Stadtteilgrenze hinaus für die evangelische Kirche in Frankfurt gewirkt. Er war Mitglied der Versammlungsleitung der Evangelischen Regionalversammlung Frankfurt und gehörte als Vertreter des früheren Dekanats Mitte-Ost viele Jahre dem Vorstand des Evangelischen Regionalverbands an. Zudem war Wilfried Steller fast 19 Jahre lang Mitglied der Redaktion der Mitgliederzeitung „Evangelisches Frankfurt“, seit 1. Januar „Evangelisches Frankfurt und Offenbach“.

Die Journalistin Antje Schrupp, Chefredakteurin der Mitgliederzeitung, schätzt Wilfried Stellers Sicherheit in Sachen Zeichensetzung und Rechtschreibung: „Nicht zuletzt war er immer derjenige, der bei der Endkorrektur jeder Ausgabe mit großem Abstand die meisten Druckfehler fand. Sorgfältig bis zum letzten Komma und Genitiv stand er für die Qualität der kirchlichen Mitgliederzeitung.“ Vor allem aber: „In seinen viel gelesenen Kolumnen ,Luther und Co.’ und ,Der Häresiecheck’ vermittelte er die Alltagsrelevanz von christlichen Positionen. Es ist sehr schade, dass er uns als Redakteur jetzt verlässt – wir hoffen, dass er in Zukunft trotzdem noch die eine oder andere Kolumne für uns schreibt“, sagt Antje Schrupp.

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