Natürlicher Unkrautvernichter

Preise für Schule am Mainbogen bei „Jugend forscht“

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Josephine Bastian und Andy Assidi heimsten mit ihren Projekten Preise beim Wettbewerb „Jugend forscht“ ein.

Fechenheim (red) – Beim Regional-Entscheid Rhein-Main West des renommierten Nachwuchswettbewerbes „Jugend forscht“ im Senckenberg Museum gab es Preise für Josephine Bastian und Andy Assidi von der Schule am Mainbogen.

Die Projekte der beiden Jugendlichen überzeugten die fachkundige und kritische Jury. Bereits zum 54. Mal fand dieser Wettbewerb zur Talentfindung und Talentförderung in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik sowie Mathematik, Informatik, Technik und Geowissenschaften statt. Insgesamt 28 Projekte und 58 Jungforscher nahmen teil. Die Schüler der Schule am Mainbogen präsentierten ihre Arbeiten in der Kategorie „Schüler experimentieren“ (Schüler bis 14 Jahre). Können Gartenkräuter Bio-Dünger und Unkrautvernichter sein? Mit diesem Thema trat Josephine Bastian aus der Klasse 6c in der Kategorie Biologie an. Da sie sich für Gifte und deren Wirkung interessiert und manche davon, wie Glyphosat, sehr problematisch sind, wollte sie herausfinden, ob eventuell Gartenkräuter aus dem Schulgarten als Unkrautvernichter wirken könnten. Gleichzeitig untersuchte sie damit auch, ob einzelne Kräuter möglicherweise auch als Bio-Dünger zu verwenden sind.

Aus 14 verschiedenen Gartenkräutern sowie aus Aloe Vera stellte Josephine Bastian jeweils einen Sud her und testete dessen Wirkung auf Pflanzen, indem sie keimende Gartenkresse-Samen damit goss. Am Ende ihrer elftägigen Meßreihe stand fest, dass Estragon, Rosmarin, Red Hot Chili und Aloe Vera Keimung und Wachstum sehr stark förderten. Dem gegenüber wirkten sich Dill, Petersilie und Schnittlauch besonders keimungshemmend und wachstumsverzögernd aus.

Für ihre Untersuchungen, die Josephine zusätzlich noch mit einem Geschmackstest abschloss, wurde sie von der Jury mit dem dritten Preis und dem „Sonderpreis Senckenberg“ ausgezeichnet. Andy Assidi aus der Klasse 8a setzte sich in seiner Arbeit mit der Temperatur im Bienenstock auseinander. Dazu wollte er an den drei auf dem Schulgelände lebenden Bienenvölkern herausfinden, wie die Tiere über den Winter kommen, beziehungsweise welche Temperatur sie in ihren Stöcken einregeln können.

Mit knopfzellenartige Temperatur-Datensammlern untersuchte er im Fachgebiet Arbeitswelt, an welcher Stelle im Bienenstock welche Temperatur vorherrscht und wie sich diese im Vergleich zu der Umgebungstemperatur darstellen würde. Die völlig störungsfreie Aufzeichnung erbrachte den Beweis, dass ein gesunder Bienenstock unabhängig von der Außentemperatur im Winter eine äußerst konstante Stockwärme von rund zehn Grad einzuregeln vermag. Andy Assidi wurde ebenfalls mit dem „Sonderpreis Senckenberg“ gewürdigt.

Die „Jugend forscht“-AG der Schule am Mainbogen findet immer montags von 13.45 bis 15.15 Uhr im Hauptgebäude statt. Treffpunkt ist am Lehrerzimmer. Die AG wird von Matthias Helb geleitet. Neue Teilnehmer sämtlicher Jahrgangsstufen sind willkommen.

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