Von mystisch bis rockig

Musikalische Leckerbissen in der Bäckerei Ewald

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Esther Groß hatte ihre keltische Harfe zu „Coffee, Cake & Rock ‘n’ Roll“ in die Bäckerei Ewald mitgebracht.

Fechenheim (sh) – Die musikalischen Abende in der Bäckerei Ewald garantieren Abwechslung.

Bei der jüngsten Veranstaltung unter dem Motto „Coffee, Cake & Rock ‘n’ Roll“ konnten die Programmpunkte kaum unterschiedlicher sein: Gabriele Fleckenstein sang Blues-Stücke, Esther Groß brachte keltische Musik mit Harfe und Gesang zu Gehör und zum Abschluss rockte die Fechenheim Sessionband. Für Gabriele Fleckenstein, die seit sieben Jahren in Fechenheim lebt, war es der erste Auftritt. „Ich liebe den Blues“, sagte sie eingangs und gab zu, dass sie es sehr „uffreschend“ finde, in der Bäckerei Ewald vor Publikum zu singen. Doch die Nervosität wich schnell ihrer Freude am Gesang, als sie mit dunklem Timbre Lieder wie „Tears in Heaven“ von Eric Clapton oder „Ride on“ von Christy Moore intonierte. Fleckensteins Lächeln am Ende jedes Songs sprach Bände. An der Gitarre wurde sie begleitet vom Gastgeber des Abends, Rainer Ewald.

Als Esther Groß dann an der Harfe Platz nahm, wurde es mystisch. Engelsgleich ließ die Musikerin Stücke aus Irland, Schottland, Wales, England und der Bretagne erklingen, die meistens von Sehnsucht, Liebe, Abschied und Trennung handelten. Das Eröffnungsstück „The Origin of the Harp“ aus Irland erzählte von der Entstehung des wundervollen Instruments. So soll die Harfe ursprünglich einmal eine Meerjungfrau gewesen sein, die nach ihrem Liebsten schmachtete, der aber ihre Liebe nicht erwiderte. Zum Abschluss unternahm Groß mit ihrem Instrument einen Ausflug in die Welt der Popmusik und spielte Katy Perrys „Firework“ – ein Song mit überraschendem Tiefgang, wie die Harfenistin erklärte. In dem Lied gehe es darum, in Zeiten des Selbstzweifels den Funken in sich zum Leben zu erwecken und zu einem bunten Feuerwerk zu werden.

Nach diesem sensationellen Abschluss war die Bühne frei für die Fechenheim Sessionband, die sich spontan aus anwesenden Musikern zusammensetzt. Schnell standen die Rocker Glen Turner, Patt van Höfen und Rainer Ewald bereit. Bevor das Publikum in ein völlig anderes Musikgenre katapultiert wurde, verkündete Patt van Höfen noch: „Jetzt ist Schluss mit lustig.“ Das war aber nicht ernst gemeint, denn sowohl die Musiker als auch das Publikum waren mit jeder Menge Spaß dabei. Turner begeisterte mit ausgefeilten Soli an der E-Gitarre und van Höfens Reibeisen-Stimme passte perfekt zu Stücken wie „Saving Grace“ von Tom Petty. Später gesellte sich noch Gabriele Fleckenstein zu der Combo, um „Knockin’ on Heaven’s Door“ anzustimmen.

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