Jahresempfang des Ortsbeirats 11

Menschen ein Heimatgefühl geben

Ulrich Baier (rechts) und Elke Sautner loben die Arbeit des Ortsbeirats 11, dem Werner Skrypalle (links) vorsteht. Foto: sh

Fechenheim (sh) – Der Pfarrsaal in der Heilig Geist Kirche im Riederwald füllte sich zusehends. Dorthin hatte der Ortsbeirat 11 – zuständig für Fechenheim, Seckbach und den Riederwald – eingeladen, aber nicht etwa zur Sitzung. Dieses Mal stand der Jahresempfang auf der Agenda.

Als Ehrengäste waren Ehrenamtliche eingeladen – von Bücherpaten bis zu Auffüllern von Hundebeutelspendern.

In entspannter Atmosphäre ließ Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) das Jahr aus Sicht des Ortsbeirats Revue passieren und sprach die Schwerpunktthemen an, mit denen sich das Gremium in den zurückliegenden Monaten beschäftigt hatte. Zu diesen gehörte der Riederwaldtunnel. „Ende des Jahres wird der Planänderungsbescheid zu diesem Bauprojekt erwartet. Wenn gegen diesen nicht geklagt wird, könnte der Bau 2020 beginnen, doch Klagen sind zu erwarten und ein Baubeginn im kommenden Jahr ist nicht realistisch“, sagte Skrypalle. Der Ortsbeirat fordere den bestmöglichen Lärmschutz für die Pestalozzischule während der mehrjährigen Bauphase und plädiere außerdem für eine Kompletteinhausung der Autobahn, auch wenn diese Forderung utopisch sei, sagte der Ortsvorsteher.

Verkehrsthemen bestimmten oft die Tagesordnung. „Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für Wohngebiete und die Reduzierung von Durchgangsverkehr sind dringend erforderlich“, machte Skrypalle klar. Ein weiteres Dauerthema der Stadtteilparlamentarier seien die Schulen, denn die hätten im Ortsbezirk einen erhöhten Raum- und Sanierungsbedarf, sagte Skrypalle. Die Schule am Mainbogen warte auf eine neue Turnhalle und an der Konrad-Haenisch-Schule verzögere sich der Baubeginn für die dringend benötigte Erweiterung voraussichtlich bis Ende dieses Jahres, weil ein Trafo-Häuschen versetzt werden müsse, erklärte Skrypalle.

Zur allgemeinen Arbeit des Ortsbeirats sagte der Ortsvorsteher: „Wir möchten dazu beitragen, die Lebenssituation der Bewohner des Ortsbezirks zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu fördern.“

Die Grußworte der Stadtverordnetenversammlung überbrachte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier (Grüne), der das Wirken des Ortsbeirats lobte. „Zu ihrer Arbeit gehören Recherche, Ortstermine, Überzeugungsarbeit und das Warten auf die Antwort des Magistrats, die manchmal Jahre dauert. Ich habe Respekt vor der Arbeit des Ortsbeirats“, sagte Baier. Für den Magistrat sprach Elke Sautner (SPD), die den Ortsbeirat als „wichtige Verbindung in die Stadtbevölkerung“ bezeichnete und am Ende ihrer Rede das Ehrenamt lobte: „Ehrenamtlich Tätige und Engagierte halten die Stadt zusammen. Dieses kleine, mitmenschliche Nebeneinander ist eigentlich das Größte, denn es gibt den vielen unterschiedlichen Menschen ein Heimatgefühl.“

Zum Abschluss kamen Ehrenamtliche selbst zu Wort, die ihre Arbeit vorstellten: Christine Dreier und Rachid Rawas von den Bücherschrank-Paten aus Seckbach erklärten, dass sie nicht nur ein Auge auf den Inhalt der „Freiluft-Bibliotheken“ haben, sondern außerdem kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Kunstausstellungen organisieren.

Gerne hätte Ortsvorsteher Skrypalle noch Peter Fischer zum Thema „Ehrenamt“ als Gastredner gehört, doch der Eintracht Frankfurt Präsident war verhindert und musste seinen Besuch beim Jahresempfang kurzfristig absagen.

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