Ausstellung bei Katharina Rubin ist Frida Kahlo gewidmet

Liebe vergibt alles

Frida Kahlo ist das Thema der Ausstellung im Atelier „Katharinasart“ (von links): Karina Locca, Katharina Rubin, Svetoslava Kirilova und Nina Holzhäuser widmeten sich der mexikanischen Malerin. Foto: sh

Fechenheim (sh) – „Schon als kleines Mädchen bewegte mich Frida Kahlo“, sagt Katharina Rubin, die ihre aktuelle Ausstellung der mexikanischen Malerin gewidmet hat.

Eines ihrer in ihrem Atelier „Katharinasart“ in der Gründenseestraße 19 ausgestellten Bilder entstand bereits vor 20 Jahren.

„Ich erinnere mich daran, wie ich auf dem Boden sitzend dieses Bild malte – als wäre es gestern gewesen“, erzählt Rubin. Es zeigt Frida Kahlo, die einen Strauß weiße Callas umarmt – auf schwarzem Grund mit Pastellfarben gemalt. Als Andenken an Kahlo und ihren Ehemann Diego Rivera sei das Bild entstanden, erläutert Rubin. Die Liebe der beiden fasziniert sie: Beide hatten Affären, ließen sich sogar scheiden und heirateten wieder. „Ihre Liebe war so tief. Ich habe viel über Frida Kahlo gelesen. Am stärksten haben mich die Übersetzungen ihrer Liebesbriefe und Tagebücher beeindruckt“, sagt die Atelierbetreiberin.

Eine ganze Reihe ihrer Bilder hat Katharina Rubin Frida Kahlo gewidmet. Ein großformatiges Gemälde zeigt die Malerin mit einem Schal in Rottönen vor einem grünen Hintergrund. „Das Grün steht für Mexiko“, erklärt Rubin. Des Weiteren sind auf dem Gemälde Josephine Baker und Leo Trotzki als Miniaturen auf Kahlos Händen zu sehen. „Mit beiden hatte sie ein Affäre“, sagt Rubin. Doch zwischen dem Blumenschmuck auf Kahlos Kopf schaut Diego Rivera hervor. „Er war so etwas wie ein Guru für sie“, fasst Rubin zusammen. Frida Kahlos Blick hat Katharina Rubin nachdenklich, schon fast traurig gestaltet.

Als Kind erkrankte Kahlo an Kinderlähmung, mit 18 Jahren wurde sie bei einem Busunfall schwer verletzt und war in Stahl- und Gipskorsetts gezwungen. Katharina Rubin hatte sich auch dieses Themas angenommen und als Exponat einen Kunststofftorso mit Flüssigmessing bestrichen.

Weitere Künstler der Ausstellung sind die Gutenberg-Schule-Absolventin Nina Holzhäuser, die Bilder im Stil Frida Kahlos beigesteuert hat sowie Karina Locca, ebenfalls eine Gutenberg-Schul-Absolventin. Sie sang zur Vernissage ein altes polnisches Lied, das übersetzt „Liebe vergibt alles, denn die Liebe bin ich“ bedeutet. Ihre Stimme ließ sie dabei mal kraftvoll, mal zart erklingen.

Die Lyrikerin Joanna Masseli präsentierte ein Gedicht zu Rubins Kahlo-Portrait und die Designerin Svetoslava Kirilova hatte extra zur Ausstellungseröffnung ein Kleid in Frühlingsfarben geschneidert, das Karina Locca stolz vorführte.

Auch der Ablauf der Vernissage mit geladenen Gästen war eine Hommage an Frida Kahlo: Jeder brachte neben seinen Kunstwerken auch Speisen und Getränke mit. „So wie bei Frida früher in ihrem blauen Haus Partys gefeiert wurden“, sagt Rubin.

Wer Interesse hat, die Ausstellung im Atelier „Katharinasart“ zu besuchen, schreibt eine E-Mail an daretdecor@gmx.de.

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